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Denker beendet das Zittern mit seinem 2:0

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Von: Matthias Freese

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Stefan Denker (l.) springt hoch und schreit und ballt die Hände zu Fäusten.
Die Erlösung: Stefan Denker (l.) bejubelt seinen Treffer zum 2:0, den er gegen die SVG Göttingen mit einem platzierten Flachschuss erzielte. © Freese

Der RSV hat Göttingen mit 2:0 bezwungen und bleibt damit vorne in der Tabelle. Ein Lob gab es nach dem Spiel von Trainer Tim Ebersbach für Luca Althausen.

Rotenburg – Natürlich war Björn Mickelat nach diesem Ergebnis um einen flotten Spruch nicht verlegen. „Matchplan aufgegangen! Danke, Trainer!“, meinte der mit 41 Jahren älteste Spieler der Fußball-Oberliga, nachdem er mal wieder in der Startelf des Rotenburger SV stand, vorne als Spitze für Alarm sorgte und den Elfmeter zur 1:0-Führung versenkte. Als Stefan Denker die Wümmestädter mit seinem Treffer zum 2:0 (1:0)-Endstand gegen die SVG Göttingen erlöste, war Mickelat zwar nicht mehr auf dem Platz – doch er hatte in der Tat seine Aufgabe erfüllt. Und der RSV bleibt in der Abstiegsrunde Spitzenreiter.

Selbst jegliche Kritik an seinem Strafstoß – nach vorherigem Foul von Anton Böke an Lucas Chwolka (24.) – prallte an Mickelat ab: „Es gibt nur zwei Arten von Elfmeter“, klärte er auf. „Die guten, die gehen rein, die schlechten, die werden verschossen.“ Klar was seiner also war, auch wenn Göttingens Julian Kratzert fast dran war. Ohnehin agierte der Keeper der Gäste abgesehen von ein paar missglückten Abstößen souverän, vor allem vor dem Hintergrund, dass er eigentlich Stürmer ist und nur ins Tor ging, weil die beiden etatmäßigen Torleute fehlten. So vereitelte er schon zuvor beste Chancen von Mickelat und Lucas Chwolka (8./9.).

Peter Bolm (vorne) und Yannis Fischer springen zum Ball hoch.
68 Minuten ackerte Peter Bolm (vorne) auf der rechten Seite – hier im Luftduell gegen Göttingens Yannis Fischer. © Freese

Doch es war längst nicht so, dass der RSV drückend überlegen gewesen wäre. „Die wollten ja nur auf unsere Fehler warten“, hatte Coach Tim Ebersbach ein 4-5-1-System bei den Südniedersachsen ausgemacht und räumte ein: „Aber das haben sie taktisch sehr diszipliniert und gut gemacht.“ Mehrfach stieß Sturmspitze Justin Taubert gefährlich durch (13./15.), zudem kratzte Sämi van den Berg einen Kopfball von Steffen Doll von der Linie (14.). Und allein sieben Eckbälle hatte Göttingen in Durchgang eins obendrein. „Sie hatten immer ihre Momente und gefühlt ist jeder zweite Ball zu ihnen gefallen“, bemerkte Ebersbach, der auf sein bewährtes 4-3-3 setzte und fand: „Meine Jungs haben aber mehr investiert, auch spielerisch. Deshalb ist es in der Summe ein völlig verdienter Sieg.“

Ein wichtiger obendrein, denn somit wahrt der RSV die Distanz zur gefährdeten Tabellenregion. Dabei musste der Gastgeber vor lediglich 90 Zuschauern aber durchaus zittern. „In der zweiten Hälfte haben wir zu viel verwaltet“, monierte Ebersbach. Göttingen versuchte alles, allerdings ohne echte Torchance. Erst mit dem platzierten Flachschuss von Denker nach Zuspiel von Jan Friesen war die Partie durch (74.). Ebersbach hob derweil besonders Luca Althausen hervor, der den defensiven Part vor der Viererkette übernommen hatte. „Er hat den Auftrag als Sechser super erfüllt, genau, wie wir es wollten.“ Freilich ist beim RSV noch viel Luft nach oben. „Aber was willst du bei einem 2:0 gegen einen direkten Konkurrenten meckern?“, fragte der Coach.

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