NFV plant Re-Start Anfang April / Zwei Wochen Vorbereitung

Stebani hat Ostern als Ziel

Wann darf wieder gegen den Fußball getreten werden? Wenn es nach dem NFV-Spielausschussvorsitzenden Jürgen Stebani geht, ist ein Re-Start des Spielbetriebs auf Amateurebene Anfang April denkbar.
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Wann darf wieder gegen den Fußball getreten werden? Wenn es nach dem NFV-Spielausschussvorsitzenden Jürgen Stebani geht, ist ein Re-Start des Spielbetriebs auf Amateurebene Anfang April denkbar.

Rotenburg – Mehrmals täglich klingelt sein Telefon. Oftmals werden ihm die gleichen Fragen gestellt – wie geht es mit dem Fußball auf Amateurebene in Niedersachen weiter? Eine konkrete Antwort hat der Spielausschussvorsitzende des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV), Jürgen Stebani, bisher noch nicht parat. „Es hängt von der Verfügungslage des Bundes ab.

Der Zeitfaktor ist entscheidend“, betont er noch mal auf Nachfrage. Doch im Hintergrund laufen die Planungen, wie ein Re-Start nach der coronabedingten Unterbrechung aussehen könnte. Auf der jüngsten Verbandsspielausschusssitzung wurden am Dienstagabend während der Videokonferenz neue Eckdaten besprochen. Ein Überblick:

Stebani plant mit seinen Vorstandskollegen die Wiederaufnahme des Oberliga-Spielbetriebs für das erste April-Wochenende. Der Trainingsstart wäre dann für Mitte März vorgesehen – vorausgesetzt, zu diesem Zeitpunkt ist Amateursport wieder erlaubt. Damit hätten die Vereine eine zweiwöchige Vorbereitung, ehe der Spielbetrieb wieder starten würde. „Einige Vereine fordern, sich vier Wochen vorbereiten zu können. Das ist illusorisch und nicht umsetzbar. Dafür fehlt ganz einfach die nötige Zeit“, erklärt Stebani, der die aktuelle Situation als „absolut unbefriedigend“ bezeichnet.

Den Kopf deshalb jetzt bereits in den Sand zu stecken und über einen vorzeitigen Saisonabbruch nachzudenken – wie es der Hamburger Fußballverband plant – hält der Spielausschussvorsitzende für „bescheuert“. „Wir können uns doch noch nicht so früh verabschieden. Noch ist nichts verloren, wir müssen nur bis Ostern in die Hufe kommen, sonst wird es natürlich irgendwann problematisch“, blickt er voraus.

In jedem Fall gibt es Absteiger

Stebani weiß aber auch, dass die fünf verbleibenden Monate bis zum Saisonende am 30. Juni nicht ausreichen, um eine normale Spielzeit mit Hin- und Rückserie zu spielen. Die Rückrunde werde daher – wie bereits berichtet – laut Stebani komplett gestrichen. Stattdessen gehe es nach der Hinrunde direkt mit der Auf- und Abstiegsrunde weiter. Wie diese dann genau aussehen, hänge davon ab, wann wieder gespielt werden darf.

„Diese Saison wird es definitiv auch Absteiger geben. Wir können es uns gar nicht anders erlauben. Wenn es wieder nur Aufsteiger geben würde, hätten wir ansonsten in einigen Ligen beinahe 30er Staffeln. Das ist nicht umsetzbar. Bis wir dann wieder zur alten Ligastärke kommen würden, würde es Jahre dauern. Es kann sich also kein Verein irgendwelche Hoffnungen machen, dass er trotz Abstiegsplatz in der entsprechenden Liga bleibt“, macht Stebani noch einmal deutlich.

Daher komme für den Verband auch kein Saisonabbruch infrage. „Wir wollen natürlich die Vereine mit ins Boot holen und deren Meinungen und Vorschläge berücksichtigen. Am Ende entscheidet aber der Zeitfaktor, doch wir wollen die Saison so sportlich wie möglich zu Ende bringen. Sicherlich können wir es nicht allen Clubs recht machen und werden bei einigen auf Unverständnis stoßen.“

Die Meinungen der Vereine abfragen

Um sich mit den Oberliga-Vereinen auszutauschen und die aktuellen Sichtweisen der Clubs zu kennen, hatte sich der Verband mit den Oberligisten Mittwochabend zu einer Videokonferenz verabredet. Ergebnisse sind bislang nicht bekannt. Stebani ging im Vorfeld nicht davon aus, dass danach schon neue Entscheidungen getroffen werden können. „Wir wissen nicht, wie es nach dem 15. Februar weitergeht. Daher können wir nur Meinungen abfragen und uns Gedanken machen“, so der Vorsitzende.

Von Mareike Ludwig

Ostern als Ziel: Der NFV-Spielausschussvorsitzende Jürgen Stebani rechnet Anfang April mit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs.

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