Rotenburg kassiert in Bissendorf ein 17:42 – und Muche will nichts beschönigen

Start mit höchster Oberliga-Pleite

Bester Torschütze – aber dem TuS Rotenburg halfen die sieben Treffer von Rückraumspieler Chris Ole Brandt (am Ball) auch nicht wirklich weiter.
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Bester Torschütze – aber dem TuS Rotenburg halfen die sieben Treffer von Rückraumspieler Chris Ole Brandt (am Ball) auch nicht wirklich weiter.

Rotenburg – Die vierte Saison in der Handball-Oberliga hat für den TuS Rotenburg katastrophal begonnen – mit der bis dato höchsten Niederlage in dieser Spielklasse! Beim Titelanwärter TV Bissendorf-Holte war die Wümme-Sieben von Beginn an chancenlos und unterlag am Ende mit 17:42 (8:22). Trainer Nils Muche reichte ein Wort, um den enttäuschenden Auftritt zu beschreiben: „Desolat!“

Muche hatte mit Chris Ole Brandt im linken und Michel Misere im rechten Rückraum begonnen, als Spielmacher fungierte Lukas Misere, am Kreis Christian Hausdorf, als Rechtsaußen Jan Nowosadtko und als Linksaußen der A-Jugendliche Thies Stieghahn, während im Tor Matthis Köhlmoos begann. Doch bereits nach acht Minuten löste ihn Michael Bauer ab, um noch vor der Halbzeit den Platz wieder für seinen Vorgänger zu räumen. „Der Torwart war das ärmste Schwein“, stellte Muche fest. Denn: „Wir haben nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Da gibt es nichts zu beschönigen – das war nicht oberligatauglich“, ärgerte sich der Coach, der ohne die verletzten Keeper Yannick Kelm, Jens Behrens, Niko Dolk und Daniel Barkholdt auskommen musste.

Während der TV Bissendorf sein Spiel ohne große Gegenwehr durchzog und schon in der elften Minute durch den Treffer von Julian Jenner mit 10:2 vorne lag, war Muches erste Auszeit nach drei Minuten wirkungslos verpufft. „Das war ein Drei-Klassen-Unterschied. Die Laufbereitschaft war nicht da, die Körpersprache war eigentlich bei allen nicht vorhanden, die ganz normalen Basics haben total gefehlt. Und dabei war es völlig egal, wer gerade gespielt hat.“ Auch die sieben Tore, die Brandt erzielte, versöhnten ihn dabei nicht annähernd.

Gründe? Erklärungen? „Ich habe da keine für. Vielleicht die Verletzungen, vielleicht sind wir nicht eingespielt genug. Aber die Jungs haben es auch total ignoriert, dass man über die Abwehr kommen muss“, haderte Muche. Hoffnung mache ihm nur das Wissen, dass sein Team es deutlich besser könne. „Aber wir haben nicht mehr als 30 Prozent an Leidenschaft, Kampf und Willen hinbekommen. Dabei man kann in der Oberliga nicht ohne Körperlichkeit, Geschwindigkeit, Ballsicherheit und ohne Training bestehen. Wenn nicht ein positiver Ruck durch die Mannschaft geht, werden wir es schwer haben“, so der Schneverdinger.

So verlief das Wochenende letztlich nur für einen seiner Spieler positiv: Linksaußen Martin Nowakowsky reiste verspätet in Bissendorf an, weil er am Abend zuvor Vater geworden war. Für das komplette Team galt jedoch Muches Resümee: „Es war ein sehr lehrreicher Tag.“  maf

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