Rotenburger Spielabbruch ist „Tatsachenentscheidung“

Staffelleiter will die Partie in der Pestalozzihalle neu ansetzen

Tim Kesselring (l.) wirft den Ball in Richtung des gegnerischen Tors, in dem der Keeper steht. Sein Gegenspieler hält ihn am Trikot.
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Tim Kesselring (l.) wird wohl schon bald mit seinem TuS Rotenburg den TuS Haren in der Pestalozzihalle wieder begrüßen. Die Partie soll neu angesetzt werden.

Wie geht es weiter? Klar ist: Der Staffelleiter will die Partie neu ansetzen. Der TuS Rotenburg zögert währenddessen aber noch mit seinem Einspruch.

Rotenburg – Staffelleiter Jens Schoof hat seine Entscheidung getroffen und diese bereits den betroffenen Vereinen mitgeteilt. „Es gibt nur eine Möglichkeit: Das Spiel muss neu angesetzt und gespielt werden“, erklärte er auf Nachfrage unserer Zeitung mit Blick auf die am Samstag in der Pestalozzihalle abgebrochene Partie der Handball-Oberliga zwischen dem TuS Rotenburg und dem TuS Haren. Beim Stand von 26:14 für die Wümmestädter war in der 47. Minute ein Teil der Deckenbeleuchtung im hinteren Hallendrittel – über dem Tor der Gäste – ausgefallen (wir berichteten). Eine Fortsetzung bei noch 13 zu spielenden Minuten schließt Schoof aus.

Einspruch? „Das ist deren gutes Recht“

Die Unparteiischen Maximilian Schwarze und Björn von der Linde (SG Friedrichsfehn/Petersfehn) hatten rund 25 Minuten darauf gewartet, dass die Verantwortlichen den Fehler beheben – das war jedoch nicht möglich, sodass es zum Abbruch kam. Sehr zum Ärger der Rotenburger, die der Meinung waren, dass die Teams bei eingeschränkten Lichtverhältnissen hätten weiterspielen können. „Die zwei Schiedsrichter haben eine Tatsachenentscheidung getroffen. Dem müssen wir Folge leisten“, sieht Schoof keinen Verhandlungsspielraum. Er erklärte, dass der TuS Rotenburg im Spielbericht „einen Einspruch angekündigt“ hatte. „Das ist deren gutes Recht. Der ist aber noch nicht eingegangen. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob der Sinn machen würde.“

Klarheit darüber herrschte auch bei den Wümmestädtern am Montagvormittag noch nicht. „Wir möchten es nicht so hinnehmen, prüfen aber noch, in welcher Form wir etwas machen“, sagte Spielwart Daniel Jäger. Vor allem frage sich der Verein, welche Rechtsgrundlage hier zur Anwendung gekommen sei. In Regel 17:12 der internationalen Handballregeln heißt es: „Die Schiedsrichter haben das Recht, ein Spiel zu unterbrechen oder abzubrechen. Vor einer Entscheidung, das Spiel abzubrechen, müssen alle Möglichkeiten zur Fortsetzung des Spiels ausgeschöpft werden.“ Sollte sich der TuS Rotenburg zu einem schriftlichen Einspruch entschließen, ist Eile geboten, die Frist verstreicht nach drei Tagen – zudem ist eine Gebühr zu überweisen.

Schoof hat beide Mannschaften schon mal dazu aufgefordert, sich innerhalb von zehn Tagen auf einen neuen Termin zu verständigen. „Wir plädieren dafür, Spiele innerhalb von vier Wochen nachzuholen“, nennt er ein Zeitfenster. Dem Staffelleiter, gleichzeitig Vizepräsident Spieltechnik im Handball-Verband Niedersachsen, ist ein vergleichbarer Fall bisher noch nicht untergekommen. „Wassereinbruch in der Halle – das hatten wir schon mal.“ Aber ein Teilausfall der Deckenbeleuchtung, „die Situation ist ja ein bisschen wie halbschwanger.“

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