Auswahl fehlt, Gala „nicht planbar“

Stadt sagt Veranstaltung ab: Keine Sportlerwahl für 2021

Bronzeskulptur zur Sportlerwahl des Jahrzehnts.
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Im Mai hatte es für Sportlerin, Sportler, Trainer und Mannschaft des Jahrzehnts diese Bronzeskulptur als Unikat gegeben. Eine Sportlerehrung und Sportlerwahl wird für das Jahr 2021 jedoch nicht stattfinden.

Die alljährliche Sportlerwahl findet auch für das Jahr 2021 nicht statt. Gründe dafür gibt es einige, wie die Verantwortlichen der Stadt berichten.

Rotenburg – Auch für das Jahr 2021 wird es weder eine Sportlerehrung der Stadt Rotenburg noch die traditionelle Sportlerwahl geben. Diese Veranstaltung fällt damit zum zweiten Mal in Folge aufgrund der Corona-Pandemie aus. Das teilte die Stadt nun auch offiziell während der jüngsten Ratssitzung mit. „Die Veranstaltung ist wichtig, keine Frage. Aber sie muss auch sinnvoll durchführbar sein“, sagt Bürgermeister Torsten Oestmann.

„Wir haben ein Problem, jetzt eine Gala für Ende Februar zu planen. Corona macht es nicht planbar“, ergänzt Tobias Harms von der Stadt Rotenburg mit dem Verweis darauf, dass die Vorbereitungen für die Sportlerehrung in den anderen Jahren stets Ende November, Anfang Dezember losgegangen seien. Vorbesprechungen hatte es sogar Monate zuvor gegeben, um den Ablauf und den Auftritt von Showacts zu organisieren.

Schröder in Wahlheimat Hannover nominiert

In der Wümmestadt wird es für 2021 keine Sportlerwahl geben – ein Rotenburger ist dennoch für eine solche Veranstaltung nominiert: Radrennsportler Jasper Schröder, amtierender Junioren-Weltmeister in der Mannschaftsverfolgung und Vize-Weltmeister in der Einerverfolgung auf der Bahn, ist in seiner Wahlheimat Hannover nominiert worden. Ausgerichtet wird die dortige Sportlerwahl von der Neuen Presse. Schröder fährt seit Jahren für den RC Langenhagen und geht seit dem Sommer in Hannover auf das Sportinternat am Maschsee. Zu Schröders Konkurrenten gehören unter anderem Fußball-Profi Sebastian Ernst oder Turn-Vize-Europameister Andreas Toba. Titelverteidiger ist Handball-Olympiasieger Morten Olsen. Bis 6. Januar kann abgestimmt werden. maf

Neben der allgemeinen Corona-Situation, die eine Planung aktuell unmöglich erscheinen lässt, ist ein weiterer Aspekt ausschlaggebend für die Absage: Es gab 2021 schlichtweg zu wenige Wettkämpfe und Meisterschaften, um ausreichend Sportlerinnen, Sportler, Trainer und Mannschaften zu ehren und wählen zu lassen. „Es ist nicht genug drin, um daraus eine Competition zu machen“, findet auch Harms. Schließlich waren zahlreiche Sportveranstaltungen und Titelkämpfe ausgefallen und abgebrochen worden. Erst im Frühsommer wurde der Sport wieder hochgefahren – und ist seit wenigen Tagen in vielen Sportarten wieder unterbrochen.

So bleibt die Gala Ende Februar 2020 die letzte Sportlerwahl. Sie war gleichzeitig eine der letzten Veranstaltungen in der Rotenburger Pestalozzihalle vor dem ersten Lockdown. Im Frühjahr dieses Jahres hatte es als Ersatz und auf Initiative dieser Zeitung eine Sportlerwahl des Jahrzehnts gegeben – in digitaler Form. Pia Mankertz, Dimitri Peters, die Avides Hurricanes sowie Maike Niederschulte als Trainerin gewannen Anfang Mai und wurden ausgezeichnet. „Diese Karte können wir jetzt nicht wieder ziehen“, weiß Oestmann.

Zu den Organisatoren gehörte in all den Jahren auch die Arbeitsgemeinschaft Rotenburger Sportvereine (ARS). Die war in den jetzigen Entscheidungsprozess jedoch nicht eingebunden, wie ARS-Vorstandsmitglied Michael Polworth bestätigt: „Wir haben nur die Mitteilung von der Stadt per Mail gekriegt.“ Oestmann betont wiederum, zuvor persönlich mit Rolf Ludwig, dem langjährigen ARS-Vorsitzenden und „Motor“ der Veranstaltung, über das Thema gesprochen zu haben. Der sich erst im September neu gebildete Vorstand der ARS trägt die Entscheidung aufgrund der derzeitigen Lage freilich mit: „Aber natürlich sind wir traurig über die Absage“, erklärt Polworth.

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