Stadionverbot ein Missverständnis? / „Kritische Stimmen gerne gesehen“

Rotenburger SV entschuldigt sich bei ARS-Boss Ludwig

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So sah es beim vorletzten Heimspiel aus: Rolf Ludwig wurde der Einlass ins Stadion verwehrt. Jetzt entschuldigte sich der RSV.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Im aktuellen Streit zwischen Rolf Ludwig und dem Rotenburger SV ist Ruhe eingekehrt – vorerst jedenfalls. Grund dafür: Der Fußball-Club hat sich in einem Neunzeiler bei dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Rotenburger Sportvereine (ARS) dafür entschuldigt, dass ihm der Zutritt zum vorletzten Heimspiel gegen den TuS Harsefeld verwehrt worden war.

„Ich nehme die Entschuldigung an“, erklärte Ludwig. Das Stadionverbot war von Paul Metternich, dem Sicherheitsbeauftragten, ausgesprochen worden. Vorausgegangen waren Unstimmigkeiten darüber, dass Ludwig angeblich einige Tage zuvor Martin Kind, Präsident von Hannover 96, während des Gastspiels des Bundesligisten von der Südtribüne auf die gegenüberliegende Seite ohne Absprache „entführt“ hatte und damit ins Sicherheitskonzept eingegriffen hätte.

Absender des Entschuldigungsschreibens ist Thorsten Nitz, der zweite Vorsitzende und kommissarische Präsident des RSV. „Wir bedauern den Vorfall, dass Ihnen der Zutritt zum Landesligaspiel unserer ersten Herren-Mannschaft verweigert wurde. Hier gab es Missverständnisse, wann eine Sicherheitsgefährdung vorliegt“, ist dort zu lesen. Paul Metternich weiß wiederum nichts von diesem Brief. „Es ist mit mir da nicht darüber gesprochen worden. Das ist mir aber auch eigentlich wurscht“, lautete sein lapidarer Kommentar. Schatzmeister Henning Schwardt meinte wiederum: „Rolf Ludwig darf gerne wiederkommen. Auch kritische Stimmen sind hier gerne gesehen.“

Ludwig verwies in diesem Zusammenhang auch auf ein Dankesschreiben Martin Kinds, in dem der 96-Boss ihn als „aufgeschlossenen und gastfreundlichen Begleiter“ beschreibt und die „zurückhaltende und nie aufdringliche Begleitung“ erwähnt.

Ob damit endgültig Ruhe ins seit Jahren angespannte Verhältnis zwischen Ludwig und RSV kommt? Der ARS-Boss machte jedenfalls keinen Hehl aus seiner Meinung zum Vorschlag der Verwaltung, dass die Stadt das Umkleidegebäude des RSV für rund 71000 Euro an Ausgleichzahlungen für erbrachte Eigenleistungen erwirbt und damit zur Entschuldung des Vereins beiträgt. Der Stadtrat hatte die Entscheidung über diesen Deal Mitte September vertagt. „Ich habe klar mein Veto eingelegt“, so Ludwig, der hinzugewähltes Mitglied des Finanzausschusses ist. Und er erklärt: „Wir wollen eine Lösung für den RSV finden, aber sie muss sauber gegenüber allen anderen Vereinen sein.“

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