Youngster biegt Partie gegen Grünberg um – 66:64

Stach verhindert blaues Wunder

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseSCHEESSEL · Matthias Alver verharrte noch Minuten nach dem Abpfiff auf seinem Trainerstuhl. Regungslos, fassungslos. „Ich glaube, dass wir das bessere Team waren“, stellte der Coach der Baskets Grünberg hadernd fest. Jubeln taten nämlich die BG ’89 Hurricanes. Dem Spitzenreiter der 2. Basketball-Bundesliga der Frauen war vor 200 Zuschauern in der Scheeßeler Halle ein kaum mehr für möglich gehaltener Last-Minute-Sieg gelungen – 66:64 (28:33) dank des Korblegers von Toni Thomas. Vor allem aber dank Youngster Emma Stach.

Ausgerechnet die Jüngste auf dem Feld, die erst 14-jährige Stach war nach einem beunruhigenden 48:59-Rückstand (33.) maßgeblich dafür verantwortlich, dass der Tabellenführer gegen Grünberg nicht sein blaues Wunder – sprich die zweite Saisonpleite – erlebte. Mit einem Zweier und zwei Dreiern (zwischendrin traf nur Laura Rahn von der Freiwurflinie) führte die Jugendnationalspielerin ihr Team wieder auf 58:59 ran (37.). „Es ist schon verwunderlich, dass die anderen verwerfen, während Emma die Initiative ergreift und uns in dieser Phase ranschießt“, wusste auch Hurricanes-Coach Roland Senger, wer dieses Match umgebogen hatte.

Es war allerdings auch die schwächste Heimleistung, die die BG ’89 diese Saison abgeliefert hatte. „Da ist der große Favorit mit einem blauen Auge davongekommen. Man sieht, dass es keine Übermannschaft ist“,

nBrauers Gala

▪ schockt Senger

konnte sich Gäste-Coach Alver einen kleinen Seitenhieb nach der für ihn so bitteren Niederlage nicht verkneifen.

Zumal das Ende umstritten war. Denn: Nach Thomas’ Führung gelang es der bärenstarken Jenny Brauer trotz enger Bewachung, zum Wurfversuch zu kommen. Hierbei wurde sie hart von Erika Bobo attackiert, doch der fällige Pfiff und damit die Chance auf den Ausgleich von der Freiwurflinie blieb aus. „Der hätte kommen müssen, ganz klar“, schimpfte Alver. Pendant Senger wollte nicht ganz widersprechen und meinte nur: „In der Schlussphase kriegst du so’n Pfiff nicht mehr.“

Was den Coach der Hurricanes vielmehr wunderte, war der unterirdische Auftritt seines Teams. Vor allem Jenny Brauer durfte aus der Distanz werfen, wann und wie sie wollte. Mit neun verwandelten Dreiern avancierte sie zur Spielerin der Partie. „Als Top-Team müssen wir in der Lage sein, sie zu verteidigen“, war Senger von dieser Schwäche überrascht.

Doch auch er selbst nahm sich aus der Kritik nicht raus. Die neue 1:3:1-Zonenverteidigung „ging total in die Hose“, sodass die Hurricanes nie ins Spiel fanden. „Diese Zone hat uns eher verunsichert“, meinte auch Flügelspielerin Wiebke Kropp-Büttner. Und als „Test-Dummy“ war die nur siebenköpfige junge Grünberger Formation einfach zu gut. „Zumal bei denen zu Anfang alles reingefallen ist – das war schon demotivierend“, übte sich Wiebke Kropp-Büttner im Versuch einer Erklärung. Die Wurfquote der Gastgeberinnen war indes katastrophal – nur 36 Prozent aus der Nah- und Mitteldistanz, nur 18 Prozent bei den Dreiern. Und das alles bei 39 Wurfversuchen mehr als der Gegner!

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