Lehrgang mit U 20-Nationalkader

Stach und Suckstorff in Heidelberg statt beim Heimspiel der Hurricanes gegen Neuss

Lotta Stach prällt den Basketball.
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Lotta Stach traf bereits sechsmal von der Dreierlinie – am Sonntag fehlt sie den Hurricanes.

Rotenburg – Der Deutsche Basketball-Bund (DBB) hat eingeladen – und die Avides Hurricanes bekommen dadurch ein personelles Problem: Weil Sidney Parsons, die Bundestrainerin der U 20-Nationalmannschaft, ihre Kaderspielerinnen von Sonntag bis Mittwoch am Olympia-Stützpunkt Rhein-Neckar in Heidelberg zu einem Lehrgang um sich versammelt, fehlen den Zweitliga-Basketballerinnen von Coach Christian Greve mit Lotta Stach und Anna Suckstorff zwei wichtige Optionen für das Heimspiel gegen die TG Neuss (Sonntag, 15.30 Uhr, Pestalozzihalle, keine Zuschauer erlaubt).

„Wir hätten ja gerne am Samstag gespielt, aber das wollte Neuss nicht“, berichtet Greve. Eine Abreise der beiden Hurricanes-Talente erst nach Spielende am Sonntagabend sei ebenfalls nicht infrage gekommen. „Dann hätten sie die letztmögliche Zugverbindung nehmen müssen, um nach Heidelberg zu kommen“, weist der Coach auf das Reiserisiko hin. Auf die Frage, ob es überhaupt sinnvoll erscheint, in Pandemiezeiten mit zunehmenden Mutationszahlen Nachwuchsspielerinnen und Schülerinnen quer durch Deutschland reisen zu lassen, möchte Greve nicht antworten: „Dazu kann ich nichts sagen, das ist die Entscheidung des DBB.“

Anna Suckstorff übernimmt immer mehr Verantwortung bei den Hurricanes – auch sie muss nun passen.

Dass die Maßnahme sich aber in einer ohnehin schon schwierigen Saison mit den Pflichtspielen überschneidet, begeistert auch ihn nicht: „Sie fehlen natürlich, weil sie die Tiefe unserer Bank repräsentieren.“ Stach (bisher 37 Punkte) ist seit Jahren eine Akteurin mit ordentlich Einsatzzeiten und zuletzt vor allem mit ihren Dreiern mehrfach erfolgreich gewesen. Auch Suckstorff wird immer häufiger gebracht. „Bei ihr zeigt sich, dass es der richtige Schritt war, in die zweite Liga zu kommen“, sagt Greve über den Guard. Neben dem Youngster-Duo muss er auch weiterhin auf Ayla Faber (Prüfungsphase) verzichten.

DBBL: Keine Absteiger in dieser Saison

In den Damen-Basketball-Bundesligen (DBBL) gibt es in dieser Saison keine Absteiger. Das ist der Verlautbarung der DBBL zu entnehmen. „Ich begrüße diese Regelung ausdrücklich. Sie gibt allen Vereinen der 1. und 2. Liga Rechts- und Planungssicherheit in dieser schwierigen Zeit!“, kommentiert Utz Bührmann, Vorstandsmitglied der Avides Hurricanes die Entscheidung. Alle Gesellschafter der DBBL GmbH hatten den Empfehlungen des Lizenzausschusses im Hinblick auf die Regelungen zum Ab- beziehungsweise Aufstieg zugestimmt. Gleichzeitig entspannt das die Situation, nachdem Vereine bereits Klagen im Abstiegsfall und auch bei Nichtaufstiegen angedroht hatten.

„Aufgrund der Covid-19-Pandemie und der sich daraus ergebenden Veränderungen der sportlichen Rahmenbedingungen empfiehlt der Lizenzausschuss der Damen-Basketball-Bundesligen eine Anpassung der bisherigen Regelungen“, heißt es in der Pressemitteilung. Für die 1. Damen-Basketball-Bundesliga werde vorgeschlagen, dass die Mannschaften auf Platz elf und zwölf der offiziellen Abschlusstabelle das sportliche Teilnahmerecht für die höchste Spielklasse auch für die Saison 2021/2022 erhalten. Für Mannschaften der 2. Damen-Basketball-Bundesliga wird der Abstieg ebenfalls ausgesetzt. „Alle derzeit in der 2. DBBL spielenden Mannschaften erhalten das sportliche Teilnahmerecht auch für die Saison 2021/2022“, schreibt Philipp Reuner, Geschäftsführer der DBBL. Zwei Mannschaften aus dem Unterhaus erhielten für die Saison 2021/2022 zudem das sportliche Teilnahmerecht für die 1. Damen-Basketball-Bundesliga. Der Modus zur Qualifikation werde zeitnah festgelegt.

Klar ist damit auch: „Der laufende Spielbetrieb wird in allen Bundesligen im Rahmen der gültigen Bestimmungen und im Sinne der Damen-Basketball-Bundesligen sowie in Abhängigkeit der weiteren Entwicklungen fortgeführt.“ Für die nächste Saison bedeutet das, dass am Spielbetrieb im Oberhaus bis zu 14 Mannschaften teilnehmen könnten. Sollte es Aufsteiger aus den Regionalligen geben, erfolge bei Bedarf auch eine Aufstockung der beiden Staffeln der 2. Liga. maf

Keine optimalen Voraussetzungen also, um sich für die Hinspielniederlage in Neuss zu revanchieren. Erst recht nicht, weil es seit Wochen nicht rund läuft und jüngst ein enttäuschender Auftritt bei der Panthers Academy Osnabrück (sechste Saisonniederlage im siebten Spiel) aufs Gemüt gedrückt hat. Für Greve ist das Leistungsttief „eine Kopfsache“. Er betont aber: „Die Stimmung ist sehr gut. Es ist nicht so, dass man anfängt, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Jeder packt sich an die eigene Nase.“

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