20 Punkte beim 84:51 – Hurricanes verpassen Göttingen zum Start ein „Veilchen“

Stach meldet sich topfit zurück

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Beste Scorerin beim den Hurricanes war Janae Young (am Ball), die sich auch von Göttingens Klaudia Grudzien nicht aufhalten ließ. ·

Rotenburg - Von Matthias Freese. Sie konnten es gar nicht abwarten: Constanze Wegner und Kata Takács zogen eiligst ihre Trikots aus und präsentierten jubelnd, was sie drunter trugen – ein ärmelloses und eng anliegendes Shirt mit der Aufschrift „Beast Mode“ und dem „On“-Schalter auf dem Bauch.

Den hatten die Avides Hurricanes in der Tat angeknipst. Zum Auftakt der 2. Basketball-Bundesliga düpierte der Erstliga-Absteiger vor rund 250 Zuschauern in der Rotenburger Pestalozzihalle die BG 74 Göttingen mit 84:51 (44:26) und schonte den Mitfavoriten sogar noch.

Coach Christian Greve drückte indes den „Gefällt-mir“- Button: „Es war sogar besser als erwartet.“ Dabei hatte er sich nach dem 27:6 im dritten Viertel den Luxus erlauben können, im letzten Durchgang der vermeintliche Bank zu vertrauen – Kata Takács, Andrea Baden, Hannah Pakulat, Fee Zimmermann und Edda Schmidt standen da für mehrere Minuten auf dem Feld, während die Starting Five mit Janae Young, Kierra Mallard, Pia Mankertz, Emma Stach und Constanze Wegner pausieren durfte.

„Beast Mode on“ – Constanze Wegner (l.) und Kata Takács.

Die Göttingerinnen sollten sich hingegen mal überlegen, ob sie künftig nicht besser auf ihren Namenszusatz „Veilchen“ verzichten. Genauso so eines holten sich die Südniedersachsen von Coach Jennifer Kerns nämlich ab. Trotzdem schreibt Christian Greve den Rivalen im Titelkampf längst nicht ab. „Die werden noch stärker, die haben sich nur noch nicht gefunden. Wir sind dafür schon drin“, begründete er. Zumindest auf sein Team traf das Urteil zu, auch wenn den Hurricanes ihr erster Korb erst nach exakt 4:01 Minuten nach 0:4-Rückstand durch Janae Young gelang. Es folgte ein 18:2-Run und die Gewissheit, dass dieses Spiel nur einen Sieger kennen würde.

Zu viel Druck übten die Gastgeberinnen mit ihrer Defense und ihren Schnellangriffen auf Göttingen aus. Da hielt in der ersten Hälfte einzig Centerin Rickeisha Bryant mit 17 Punkten (am Ende waren es 22) gegen, während die robuste Klaudia Grudzien (10) schwer ins Spiel fand. „Wir haben Göttingen nicht unterschätzt, und alle haben brav gekämpft – das ist das Resultat“, bemerkte die Österreicherin Kata Takács. Die Zuschauer kamen denn auch voll auf ihre Kosten. Nur diejenigen, die Spannung bis zum Ende erleben wollten, wurden enttäuscht.

Auch Clara Schwartz (hier obenauf gegen Johanna Hirmke) gab keinen Ball verloren.

Fitter denn je scheint bei den Hurricanes Emma Stach nach ihrem auskurierten Mittelfußbruch zu sein. 20 Punkte, davon zwei per Dreier, vier Assists und sechs Steals – die 16-Jährige zog groß auf. Besser punktete nur die Amerikanerin Janae Young mit 21 Zählern bei 21 Minuten Einsatzzeit. Weniger auffällig, aber mindestens so effektiv agierte die zweite Amerikanerin Kierra Mallard unterm Korb. Nur knapp verpasste sie ein Double-Double (acht Punkte, 13 Rebounds) und kam trotz ihrer Position ohne ein Foul aus! Anerkennung gab es dafür auch vom Trainer, der für den weiteren Verlauf der Saison einen Wunsch hat: „Das war hoffentlich der Startschuss, um richtig hart weiterzuarbeiten und die Spiele noch mehr zu dominieren.“

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