RSV verlässt bei Sieg die Abstiegsplätze – aber Coach Duray zögert noch

Auf dem Sprung

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Darf Benjamin Duray auch morgen so ausgelassen jubeln? Der Rotenburger SV könnte mit einem Sieg gegen Oldenburg einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt machen. Ob der Coach aber auch nächste Saison beim RSV arbeitet, ist ungewiss. ·

Rotenburg - Jetzt stehen die Wochen der Wahrheit für die Oberliga-Fußballer des Rotenburger SV an – und das gleich in mehrfacher Hinsicht: Mit einem Heimsieg im Duell der Tabellennachbarn gegen den VfL Oldenburg (morgen, 16 Uhr) würde der Wümme-Club erstmals seit dem ersten Spieltag die Abstiegsränge verlassen. Zudem laufen hinter den Kulissen die Personalplanungen an. Nicht ausgeschlossen, dass der RSV für die nächste Saison ohne Trainer Benjamin Duray planen muss.

Auf dem (Tabellen-)Sprung ist das Team, auf dem (Ab-)Sprung dafür der Trainer? Jedenfalls ist dessen bis Mitte April auserbetene Bedenkzeit abgelaufen, ohne dass er seinen Vertrag bislang verlängert hat. Der 34-Jährige hat inzwischen um Aufschub der Frist gebeten und nennt auch einen Grund für sein Zögern: „Ich warte natürlich auch ab, wie sich der Verein aufstellt, was für eine Mannschaft zur Verfügung steht. Das Wichtigste ist, die Mannschaft zu erhalten, das ist die erste Mammutaufgabe, da ist der Verein gefordert. Ich unterstütze auch und gebe Empfehlungen, aber ich kann nicht die Spieler verpflichten.“ Ob Duray womöglich auch Alternativen zum RSV hat, verrät er nicht: „Dazu will ich mich nicht äußern.“

So dürfte sich die ganze Angelegenheit also noch etwas hinziehen – bis die ersten Pflöcke eingeschlagen sind, sprich Leistungsträger wie Tim Ebersbach, Björn Mickelat und Christoph Drewes von einer weiteren Saison beim RSV überzeugt worden sind. Die nächsten Gespräche soll es noch diese Woche geben.

Auch sportlich sieht es danach aus, dass sich die künftige Ligenzugehörigkeit erst ganz spät entscheidet, womöglich am letzten Spieltag. Immerhin hat es der RSV nach der Erfolgsserie der vergangenen Wochen inzwischen wieder selbst in der Hand. „Das ist doch das Schöne, dass es sich die Mannschaft erarbeitet hat, aus eigener Kraft den Klassenerhalt zu schaffen“, sagt Duray. Zumal das Restprogramm (unter anderem beim Tabellenvorletzten SC Göttingen 05 sowie am letzten Spieltag zu Hause gegen den Drittletzten VfL Bückeburg) durchaus alle Möglichkeiten offen lässt.

„Wir haben keinen Druck“, betont Duray und sagt: „Wir waren schon weg, von allen abgeschrieben. Jetzt wollen wir diese gewisse Lockerheit auch behalten.“ Locker ja, aber variabel eher nicht. Denn: Der ohnehin dünne Kader muss gegen Oldenburg weitere Ausfälle verkraften. Abwehrkraft Kevin Klützke (fünfte Gelbe) und Abräumer Drilon Demaku (Gelb-Rot) sind gesperrt. Für die vakante Position in der Innenverteidigung bietet sich Routinier Jan Fitschen an, wer als Sechser einspringt, ist noch unklar. „Ich habe da zwei, drei Ideen, aber ich will nicht alles verraten“, sagt Duray. · maf

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