Scheeßel kassiert in Stemmen in der Nachspielzeit das bittere 1:1

Sprengers Hand besiegelt Abstieg

Stemmens Keeper Nico Hüttmann pflückt Wynton Kube den Ball vom Kopf.

Stemmen - Von Matthias Freese. Freude herrschte nirgendwo vor, allenfalls ein wenig Erleichterung beim TV Stemmen. Während der schwarz-gelbe Gastgeber durch den späten und viel diskutierten Ausgleich im Derby der Fußball-Kreisliga weiter mit drei Punkten Vorsprung vor dem Relegationsrang liegt, hat sich das Thema Klassenerhalt für den SV Rot-Weiß Scheeßel nach dem 1:1 (1:0) endgültig erledigt. „Das war‘s dann“, zog Trainer Norman Wendland den Schlussstrich unter die Saison. Seine Beeke-Elf kann aufgrund des um 18 Treffer schlechteren Torverhältnisses den Rückstand gegenüber dem MTSV Selsingen am letzten Spieltag realistisch betrachtet nicht mehr aufholen.

Wie das Unentschieden in der dritten Minute der Nachspielzeit zustande kam, hatte etwas Tragisches. „Schade, wenn ein Spiel so entschieden wird“, bekundete auch Stemmens Trainer Carsten Knaak Mitleid. Scheeßel hatte dem Freistoß-Schützen Douglas Grun eine Acht-Mann-Mauer gegenübergestellt, der Ball erwischte den sich wegdrehenden Mike Sprenger jedoch am angelegten Arm. Referee Micha-Tobias Horlboge (Bremervörder SC) zögerte nicht, pfiff Strafstoß und erntete wüste Scheeßeler Proteste. Eine harte Entscheidung, da Sprenger nicht aktiv zum Ball ging. „Ich bin da minimal rausgekommen“, räumte er die Berührung fair ein: „Wenn er die anderen Handspiele in dem Spiel auch gepfiffen hätte, wäre es okay gewesen.“ Stefan Ehrke behielt die Ruhe und verwandelte zum 1:1.

In die Kategorie kurios war indes der Führungstreffer der Gäste gefallen, denn der Schuss von Rechtsverteidiger Jascha Krumschmidt war eigentlich als Flanke gedacht. Dann setzte der Ball vor Keeper Nico Hüttmann auf und sprang über ihn hinweg ins Tor (32.). „Für einen Torwart ist das bitter“, meinte Knaak und gestand aufgrund des späten Ausgleichs: „Wir sind der glückliche Punktgewinner.“ Das spielerische Niveau hatte sich jedenfalls in Grenzen gehalten. Vielmehr bestimmten Nervosität, zahlreiche Ballverluste und einige Nickligkeiten die Partie. „Scheeßel hat es mit dem Mut der Verweiflung und seinen vorhandenen Möglichkeiten gut gemacht“, sah auch Knaak ein leichtes Übergewicht bei den Gästen.

Doch die verpassten es, im zweiten Durchgang nachzulegen und sahen sich einer Stemmer Schlussoffensive mit für sie verhängnisvollem Ausgang ausgesetzt. „Bevor der Freistoß passiert ist, gab es ein Foul an Mirco Lohmann, was nicht gepfiffen wurde. In der 93. Minute in so einem Spiel so einen Elfmeter zu pfeifen, ist mutig“, merkte Wendland an. Routinier Matthias Miesner meinte: „Von Stemmen hat nicht mal einer Elfer gefordert.“ Stürmer Wynton Kube haderte wiederum mit mehreren Entscheidungen der Unparteiischen in den vergangenen Wochen und erinnerte an ein nicht gegebenes Siegtor Ende April: „Erst Hesedorf/Nartum, jetzt dieses hier.“ So stand nach acht Nachspielminuten Scheeßels Abstieg fest.

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