Sprenger fordert Streich

Traumtor bringt Scheeßels Routinier an die Torwand des ZDF-Sportstudios

In der Kreisliga ist Mike Sprenger (l.) eine Stammkraft bei RW Scheeßel (hier im Duell mit dem Visselhöveder Kai Jager). Nun hat der Sechser auch seinen Auftritt im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF. Foto: Goldstein
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In der Kreisliga ist Mike Sprenger (l.) eine Stammkraft bei RW Scheeßel (hier im Duell mit dem Visselhöveder Kai Jager). Nun hat der Sechser auch seinen Auftritt im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Drei unten, drei oben: „Ich spüre schon einen gewissen Druck, es gucken ja viele zu“, gesteht Mike Sprenger, Kreisliga-Fußballer des SV Rot-Weiß Scheeßel. Er hat am Samstagabend ab 23 Uhr seinen großen Auftritt. Im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF, moderiert von Katrin Müller-Hohenstein, tritt er an der legendären Torwand als Herausforderer von Studiogast Christian Streich, Trainer des Bundesligisten SC Freiburg, an. Möglich machte das sein Traumtor beim 4:2-Sieg gegen den MTSV Selsingen am 21. Oktober.

Großen Anteil an Sprengers Fernsehauftritt vor einem Millionenpublikum an den Bildschirmen hat Rainer Kube - der Mann, der die Videosequenz auf der Onlineplattform fussball.de hochgeladen hatte. Kube begleitet mit seiner Kamera fast jedes Spiel der Scheeßeler, um die Tore und besten Szenen auf die Facebook-Seite des Vereins zu stellen. „Das Tor war ein Traumding“, wusste er und ahnte schon damals, dass es noch für Aufsehen sorgen könnte.

Das „Aktuelle Sportstudio“ wählt die Kandidaten aus den beiden Portalen fussball.de und hartplatzhelden.de aus. Drei Tore wurden nominiert, Sprenger erhielt mit seinem Linksschuss in den linken Winkel die meisten Stimmen - 48 Prozent. „Es war ein schöner Sonntagsschuss“, erinnert er sich an das zwischenzeitliche 3:2 aus der 59. Minute. „Der Trainer hat mir gesagt, ich soll öfter schießen. Da habe ich in der Situation gedacht, ich kann es mal versuchen, zumal ich zum ersten Mal meine neuen Schuhe in einem Punktspiel angezogen hatte.“

Erst am Dienstag hatte der 30-jährige Zeitsoldat übrigens von seiner „Berufung“ erfahren. „Eigentlich bin ich gar nicht so glücklich über den Termin, weil ich im Prüfungsstress stecke und Montag einen Einstellungstest habe“, gesteht er. „Aber natürlich ist das etwas Besonderes. Da kann man nicht Nein sagen! Das kriege ich schon hin.“

Also fährt er mit seiner Frau nach Mainz und wird gegen 21 Uhr im Studio erwartet. „Dann darf ich noch ein bisschen an der Torwand üben.“ Sprenger glaubt: „Das hat ein bisschen was mit Können, aber auch viel mit Glück zu tun.“ Er freut sich dabei besonders auf Christian Streich: „Das ist schon cool, ihn mal persönlich kennenlernen zu können, denn ich finde ihn sehr sympathisch, auch wegen seiner legendären Sprüche.“

Doch den Sieg will er dem populären Coach nicht überlassen. Zumal er 1 000 Euro sowie einen Trikotsatz für seinen Verein gewinnt, falls er häufiger als Streich trifft. Außerdem würde er sich auch noch für das Finale im Mai oder Juni qualifizieren. „Zwei Treffer sollten es auf jeden Fall sein, jeder weitere wäre natürlich schön“, setzt sich Sprenger sein persönliches Ziel. „Aber ich versuche da so entspannt wie möglich ranzugehen.“

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