Startnummer 8

Christian Hausdorf (TuS Rotenburg - Handball)

Christian Hausdorf (am Ball) lässt als Kreisläufer seine Gegner öfter mal stehen – hier gegen den HC Bremen. Foto: maf
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Christian Hausdorf (am Ball) lässt als Kreisläufer seine Gegner öfter mal stehen – hier gegen den HC Bremen. 

Rotenburg – Er sieht sich als rechte Hand, als verlängerter Arm des Trainers. Christian Hausdorf legt viel Wert auf Kommunikation. Der 29-Jährige ist seit dieser Saison der Kapitän der Oberliga-Handballer des TuS Rotenburgs. Er ist der Anführer des Teams, der Leader – eine Rolle, an die er sich erst mal gewöhnen musste. „Anfangs war es natürlich ungewohnt, so viel Verantwortung zu übernehmen. Aber mittlerweile bin ich da reingewachsen“, sagt Hausdorf und ergänzt: „Es macht mir wirklich großen Spaß, die Jungs zu führen.“

Und das gelingt dem Botheler ziemlich gut – vor allem in der Abwehr. „Das ist auch definitiv meine Stärke“, weiß er. Ihm sei es wichtig, dass die Mannschaft davon profetiere und „gerade die jüngeren Spieler auch davon lernen“, wie er erzählt. Schließlich wird ein Spiel in der Defensive gewonnen. „Als ich angefangen habe, Handball zu spielen, lag der Fokus eines jeden Spiels in der Abwehr“, kann sich Hausdorf noch erinnern. Das sei heute anders – „leider“, wie er sagt.

Der Fassadenbauer hätte nichts dagegen, „wenn die Jungs mal mehr zupacken würden“. Hausdorf selbst geht da mit gutem Beispiel voran. Sein sehr körperlicher Einsatz endete in der laufenden Saison bereits zwölfmal mit einer Zeitstrafe und zweimal mit einer Roten Karte. Der Kapitän macht es seinen Gegenspielern also alles andere als leicht.

Doch Hausdorf funktioniert nicht nur in der Abwehr. Er weiß zudem im Angriff zu überzeugen – auch wenn er nicht wie andere nach Belieben trifft. „Ich bin halt immer nur so gut, wie meine Mitspieler mich machen“, sagt der 29-Jährige. Er ist auf gute Anspiele angewiesen, um zum Abschluss zu kommen. Schließlich ist er als Kreisläufer nicht aktiv ins Offensivspiel eingebunden. Vielmehr arbeitet er für sein Team, reißt Lücken, stellt Sperren – alles im Körperkontakt mit dem Gegner.

Dass seine Position sehr fordernd ist, ist Hausdorf natürlich bewusst. Aber: „Solange ich noch fit bin und mein Körper es mir erlaubt, will ich noch Oberliga spielen und Spaß haben mit dem Team“, denkt er also noch nicht ans Aufhören.

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