Spitzenspiel der besonderen Art

Tabellenführer RSV empfängt mit Westercelle das beste Auswärtsteam

Die Rasenflege ist ja eigentlich der Job des Platzwartes – Stefan Denker ist eher für das Toreschießen verantwortlich. Vorausgesetzt, es kann gespielt werden. Foto: Freese
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Die Rasenflege ist ja eigentlich der Job des Platzwartes – Stefan Denker ist eher für das Toreschießen verantwortlich. Vorausgesetzt, es kann gespielt werden.

Rotenburg – Vom Jäger zum Gejagten: Nach dem 6:3 bei der SV Drochtersen/Assel II und dem damit verbundenen Sprung an die Tabellenspitze der Fußball-Landesliga rückt der Rotenburger SV immer mehr in die Rolle des Titelfavoriten. Doch Coach Tim Ebersbach verspürt trotz der neuen Konstellation keinerlei Druck: „Ich genieße es vielmehr, denn es ist eine Momentaufnahme, die real ist, weil wir ja schon weit fortgeschritten in der Saison sind. Sie hat einen Ist-Wert.“ Soll heißen: Der RSV steht nicht zu Unrecht ganz vorne. Nun gilt es, diese Poleposition zu verteidigen – am Samstag (16 Uhr) im Heimspiel gegen den VfL Westercelle.

Ein echtes Spitzenspiel! Oder? Beim Blick auf die Tabelle nimmt Westercelle doch nur den neunten Platz ein. Und doch täuscht das Tableau in diesem Fall, denn in der Auswärtstabelle steht der zu Hause noch sieglose Aufsteiger auf dem ersten Rang. 18 ihrer 21 Punkte holten die Gelb-Schwarzen bisher auf fremden Plätzen. Auf diese Ausbeute kommt sonst nur der RSV. „Das ist ein guter Härtetest für uns – Platz eins gegen Platz eins“, meint Ebersbach deshalb vor den entscheidenden Wochen der Saison.

Ob die Partie aber auch stattfindet, hängt davon ab, wie viel Regen bis zum Anpfiff noch herunterkommt. Am Dienstag standen die Trainingsplätze jedenfalls unter Wasser, Ebersbach wich mit seinen Mannen aus – auf den Schlackeplatz, der ja bald zum Winterrasenplatz umgebaut wird.

Personell ist der RSV – abgesehen vom Langzeitausfall seines Torhüters Henner Lohmann – bestens ausgestattet. Auch Außenverteidiger Yannick Chwolka ist nach seiner Sperre wegen der fünften Gelben Karte wieder dabei. „Die Trainingsbeteiligung ist überragend“, findet Ebersbach und sieht darin einen Grund für den aktuellen Tabellenstand: „Die Jungs sind fleißig.“ Auffällig ist: Der RSV stellt mit 47 geschossenen Toren mittlerweile sogar die beste Offensive der ganzen Liga. „Vor anderthalb Jahren waren wir noch die Minimalisten“, erinnert sich der Coach und staunt selbst ein wenig über die Wandlung. Stefan Denker führt die Torjägerliste übrigens nach seinem jüngsten Dreierpack in Drochtersen mit 13 Treffern an.

Trotz dieser Fakten gibt es aber an der Wümme noch keine Planänderung, wie Ebersbach betont: „Unser Konzept ist auf die Landesliga ausgerichtet.“ Und wenn doch am Ende der Aufstieg stehen würde? „Wir sagen nicht Nein, aber von der Kaderidee und der Kaderplanung würde sich nicht groß etwas verändern.“ So geht der Verein aktuell in die Gespräche mit den Spielern. Ebersbach: „Die Jungs sollen sich nicht für die Liga entscheiden, sondern für den Verein.“

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