0:0 bei spielerisch überlegenen Unterstedtern erkämpft

Walsedes Abwehrbollwerk blockt Schulwitz & Co. ab

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Foul oder nicht? Unterstedts Christopher Hesse (r.) geht im Duell mit dem Walseder Marcel Fettköter jedenfalls zu Boden.

Unterstedt - Von Matthias Freese. Diese kleine Spitze musste einfach sein: „Wir sind Gesamtderbysieger“, stellte Rüdiger Dittmer, Coach des FC Walsede, schmunzelnd fest. Nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel trotzte sein Abwehrbollwerk dem gastgebenden Tabellenzweiten SG Unterstedt ein 0:0 im Verfolgerduell der 1. Fußball-Kreisklasse Süd ab.

Für Unterstedt war der Punkt schlichtweg zu wenig. Den Ausrutscher des Tabellenführers Rot-Weiß Scheeßel (1:2 beim FC Rüspel/Weertzen) nutzte der ambitionierte Aufsteiger nicht aus, um auf sechs Punkte heranzurücken. „Das war ein ärgerliches Spiel, Platz eins wäre wieder greifbar gewesen“, meinte auch Steffen Bohle aus dem Trainer-Trio der Unterstedter.

Die Rollen waren dabei klar verteilt: Techniker contra Kämpfer. Während die junge Elf des Gastgebers drückte und durch klasse Einzelspieler wie Leon Linke, Nisar Atris oder Jannis Schwarzkopf eindeutig spielerische Vorteile hatte, setzte Walsede seine körperlichen Vorteile dagegen. „Wir wollten sie kommen lassen und dann durch einen Standard das Siegtor machen. Leider kamen die Standards aber nicht so gut“, bemerkte Dittmer. Walsedes dickste Chance, ein platzierter Schuss von Bernd Böhling, parierte Keeper Phillip Krüger (76.).

Unterstedts Aktionen waren zwar gefährlich, aber letztlich zu ungenau – zudem war Gäste-Schlussmann Mario Boschen auf dem Posten. Da half es auch nichts, dass die Gastgeber in der Schlussphase Innenverteidiger Maximilian Schulwitz, der zuvor schon in der Reserve gespielt hatte, weiter nach vorne beorderten. Auch der ehemalige Oberliga-Stürmer, der es mehrfach mit Fernschüssen probierte, zielte nicht gut genug.

Unterstedt läuft dadurch Gefahr, Platz zwei, der zur Relegationsrunde für die Kreisliga berechtigt, zu verspielen. Rüspel/Weertzen lauert bereits. Doch Steffen Bohle bleibt guter Dinge: „Wir schaffen’s – irgendwie schaffen wir es.“

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