„Spielerisch die beste Mannschaft“

Janno Hornig vom Rotenburger SV II im Interview

Rechtsverteidiger Janno Hornig ist beim Rotenburger SV II schon unverzichtbar. - Foto: Wuttke
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Rechtsverteidiger Janno Hornig ist beim Rotenburger SV II schon unverzichtbar. 

Rotenburg - Von Vincent Wuttke. Eine Stammformation ist beim Rotenburger SV II nur schwer zu erkennen. Schon 33 Spieler kamen beim Tabellenzweiten der Fußball-Kreisliga in den 17 Partien zum Einsatz. Auf der Position des Rechtsverteidigers hat Coach Christoph Drewes aber kaum etwas ausprobiert. Janno Hornig hat sich bereits in seiner ersten Spielzeit bei den Herren festgespielt und ist auf der Außenbahn eine Bank. Den 18-jährigen Ratsgymnasiasten wirft auch die Doppelbelastung durch den Abiturstress nicht aus der Bahn.

Für jemanden, der sein erstes Jahr im Herrenbereich absolviert, wirken sie immer sehr entspannt. Kann Sie denn nichts aus der Ruhe bringen?

Janno Hornig: Ich glaube, ich bin als Person ziemlich ruhig und gelassen. Zumindest wirkt es nach außen so. Aber ich kann zugeben, dass ich vor einem Spiel natürlich ziemlich angespannt und aufgeregt bin.

Stresst Sie auch die Doppelbelastung aufgrund des Abiturs nicht?

Das  Abi ist momentan wichtiger als Fußball. Das wissen die Trainer. Aber Sport ist für mich der perfekte Ausgleich zum Lernen. Daher versuche ich so oft es möglich ist, beim Fußball dabei zu sein.

Wieso läuft es für Sie denn so gut im Premierenjahr?

Ich sehe da zwei Gründe. Die Mannschaft hat die anderen Neuen und mich sehr gut aufgenommen. Und dadurch, dass ich so viel Spielzeit bekommen habe, konnte ich mich ganz gut einfinden.

Hätten Sie denn mit so viel Einsatzzeiten gerechnet, als Sie im vergangenen Sommer aus der U 18 des JFV Rotenburg aufgerückt sind?

Ehrlich gesagt nicht. Vor allem, weil wir viele sehr gute Fußballer in der Mannschaft haben. Deswegen hat es mich schon ziemlich überrascht. Aber beschweren will ich mich darüber natürlich nicht, dass ich so oft spiele (schmunzelt).

In der Mannschaft wird viel rotiert. Ist es kein Problem, dass Sie nahezu in jedem Spiel neue Nebenleute haben?

Na klar ist es schwer, sich da immer wieder anzupassen. Aber meine Teamkollegen können alle mit dem Ball umgehen und ziehen auch die jüngeren wie mich mit.

Gegen den FC Ostereistedt/Rhade ist Ihnen sogar schon ein Tor gelungen. Was kann die Saison für Sie persönlich noch krönen?

Der Wiederaufstieg wäre natürlich mega und abschreiben darf man uns da noch lange nicht. Vor allem, weil wir spielerisch meiner Meinung nach die beste Mannschaft in der Liga sind. Ein zweites Tor wäre für mich vielleicht auch noch ganz schön (lacht).

Nur vier Punkte beträgt der Abstand auf den Spitzenreiter TV Sottrum. Also die Ausgangslage im Titelrennen ist durchaus vielversprechend, oder?

Es könnte auf jeden Fall schlechter aussehen für uns. Es ist noch alles offen im Rennen um den Aufstieg. Es ist nur etwas blöd, dass wir Punkte in Spielen liegengelassen haben, in denen wir eigentlich hätten gewinnen müssen. Nun müssen wir eben die Partien gegen die Topteams – wie nun gegen den TSV Groß Meckelsen – gewinnen, um ganz oben dranzubleiben.

Hornigs Tipps

FC Alfstedt/E. - TSV Karlshöfen 2:2

TuS Tarmstedt - TSV Bülstedt/V. 4:2

FC Ostereistedt/R. - MTSV Selsingen 0:2

Rotenburger SV II - TSV Gr. Meckels. 2:0

TuS Westerholz - TV Stemmen 1:1

Heeslinger SC II - TV Sottrum 0:0

SG Unterstedt - SV RW Scheeßel 3:1

Nicht schlecht! Florian Liszkowski (SG Unterstedt) sagte vergangene Woche eine Partie exakt voraus und lag zudem vier Mal von der Tendenz her richtig.

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