Schatzmeister richtet Forderung an Platini

DFB-Präsident? Grindel blockt ab

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Zu Besuch im Ahe-Stadion: Reinhard Grindel (l.) hört zu, Paul Metternich, treibende Kraft des Rotenburger SV, erklärt.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Gekommen war Reinhard Grindel, um die neue, noch nicht ganz fertige Südtribüne im Rotenburger Ahe-Stadion in Augenschein zu nehmen. Sprechen musste der Schatzmeister des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) aber auch über ein aktuelles Gerücht.

„Diese Spekulationen sind ungehörig, weil Wolfgang Niersbach gerne DFB-Präsident ist und es noch viele Jahre bleiben soll“, betonte Grindel, dass er derzeit nicht das höchste Amt im Verband anstrebe, solle Michel Platini Fifa-Präsident werden und Niersbach für den Franzosen an die Uefa-Spitze rücken.

„Niersbach will nicht Uefa-Präsident werden. Und auch für mich ist es wunderbar, Schatzmeister und Abgeordneter zu sein“, so Grindel. Allerdings rechnet der CDU-Berufspolitiker fest mit Platinis Bewerbung für das Amt des Fifa-Präsidenten. Der Nachfolger von Joseph Blatter wird am 26. Februar 2016 gewählt. „Ich war darauf eingestellt, dass Platini seine Kandidatur schon am Montag erklärt und rechne damit noch in dieser Woche.

Ich erwarte aber auch, dass er seine Kandidatur mit einer klaren Erklärung seines Abstimmungsverhaltens zu Katar verbindet und offen darlegt, dass sich daraus für ihn keine Vorteile ergeben haben.“ Dem Franzosen läuft der Vorwurf der Vetternwirtschaft hinterher, weil er bei der WM-Vergabe für Katar gestimmt und sein Sohn einen Managementjob bei einem Ableger des katarischen Staatsfonds erhalten hatte.

Die Mittel, die da in Rotenburg für die neue Südtribüne und den Ballfangzaun aufzubringen sind, wirken angesichts der Gelder, die bei den internationalen Verbänden fließen, bescheiden – auf rund 200000 Euro bezifferte Peter Ahrens vom Tiefbauamt die Gesamtsumme. Der Landkreis fördert die Maßnahme mit 20 Prozent, wie Ahrens erklärte. Eine geplante Flutlichanlage würde noch einmal mit 60000 bis 80000 Euro zu Buche schlagen. Und sie dürfte die Chance Rotenburgs auf ein weiteres Junioren-Länderspiel erhöhen.

„Es gibt ja nach wie vor den Antrag der Stadt, den ich an die zuständigen Teammanager der U-Mannschaften mit der Bitte um eine wohlwollende Prüfung weitergeleitet habe. Wichtig ist da so ein Stadion, das leistungsfähig und sicher ist. Das ganze Erscheinungsbild hier ist schon schön. Ich nehme diesen Besuch zum Anlass nochmal nachzuhaken“, sicherte Grindel in Anwesenheit von Paul Metternich, Vorstandsmitglied des Rotenburger SV, seine Unterstützung zu. „Vielleicht wird es 2016 oder 2017 was – aber ich kann nichts versprechen“, weiß der DFB-Schatzmeister auch von einer Bewerbung Schneverdingens.

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