Spätes 1:1 in Pennigbüttel bringt den RSV aber nicht weiter

Ebersbach verhindert Pleite

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Beinahe hätte der Rotenburger SV (wie hier Patrick Peter, r., im Duell gegen Tobias van Bree) gegen den SV Komet Pennigbüttel das Nachsehen gehabt. 

Pennigbüttel - Von Matthias Freese. Das war spät, verdammt spät. In der siebten Minute der Nachspielzeit gelang den Landesliga-Fußballern des Rotenburger SV der Ausgleich im Kellerduell beim SV Komet Pennigbüttel. Den frühen Rückstand von René Thiel aus der neunten Minute egalisierte der RSV-Routinier Tim Ebersbach mit einem Flugkopfball – 1:1 (0:1). „Wir sind mit der Drucksituation nicht klargekommen“, resümierte Rotenburgs enttäuschter Coach Andre Schmitz im Anschluss an diese Nachholpartie.

Tumultartige Szenen spielten sich nach dem Abpfiff ab. Zuschauer beschimpften Schiedsrichter Nikolas Wilckens, ein Pennigbütteler Anhänger wurde gegenüber dem Unparteiischen sogar handgreiflich. „Er hat ihm zwei Mal ins Gesicht geschlagen“, berichtete Augenzeuge Alexander Bese. Und Schiedsrichter Wilckens kündigte bereits Konsequenzen an: „Das wird teuer.“ Auslöser war die Nachspielzeit. Grund: Nach der frühen Führung spielten die kampfstarken aber spielerisch limitierten Kometen auf Zeit. „So, meine Herren, ich packe sieben Minuten drauf“, verkündete Wilckens kurz vor Ende der offiziellen Spielzeit und erhöhte kurz darauf um zwei weitere Minuten.

Fußball wurde auch gespielt, wenn auch kein guter auf dem holprigen Geläuf. Die frühe Führung nach einer Freistoß-Bogenlampe des Ex-Rotenburgers Thiel spielte den Gastgebern dabei in die Karten (9.). Keeper Henner Lohmann musste sich das Gegentor ankreiden lassen. „Da darf ich als Torwart ruhig rauskommen“, fand auch Schmitz. Und Flügelspieler Atilla Iscan merkte an: „Da rennst du dann hinterher und die stellen sich hinten rein.“ Problematisch war das an diesem Abend, weil beim RSV auch die Passqualität nicht besonders hoch und die Abschlüsse wenig effektiv waren. Hinzu kam ein überragender Philip Bötjer im Tor der Pennigbütteler. Allein in der Schlussphase zeigte er drei sensationelle Reflexe gegen Jannis Niestädt (85.), David Airich (86.) und Ebersbach (89.). Die Gastgeber befanden sich zu diesem Zeitpunkt bereits in Unterzahl, da Joschua Zurek Gelb-Rot gesehen hatte (67.). „Von den Wechseln habe ich mir auch mehr erwartet und die Standards kamen auch nur halbhoch. Ich habe meine Jungs schon in der Halbzeit gefragt, ob da Blei im Ball wäre“, war Schmitz alles andere als einverstanden mit dem Auftritt seines Teams. Den späten Ausgleich empfand er indes als „gerechte Strafe fürs Zeitspiel“.

Jelle Röben, der in der 51. Minute für den überraschend von Anfang an aufgebotenen Alexander Garuba ins Spiel gekommen war, sprach unmittelbar nach dem Abpfiff vom „undankbarsten Spiel aller Zeiten“. Im Abstiegskampf der Landesliga war dieses Remis jedenfalls eher ein Rückschritt denn ein Fortschritt. Bitter auch: Der verletzt zuschauende Stürmer Toni Fahrner wird wohl noch etwas länger ausfallen. „Ich habe mir eineinhalb der drei Bänder gerissen“, berichtete er nach einem erneuten Arztbesuch.

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