Sottrums schmächtiger Stürmer bereitet vor und wird zum Torgaranten

Fröhlich ist längst mehr als der „persönliche Azubi“

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Nico Fröhlich hat bereits fünf Saisontore erzielt – und schon so einige Treffer seiner Kollegen aufgelegt.

Sottrum - Von Vincent Wuttke. Es gibt Menschen, die können trainieren wie sie wollen und werden einfach nicht kräftiger. Genau so geht es Stürmer Nico Fröhlich vom TV Sottrum.

Doch trotz seines fast schon zierlichen Körperbaus glänzte der 20-Jährige beim 6:0-Kantersieg seines Teams in der Fußball-Kreisliga beim TSV Bülstedt/Vorwerk mit drei Vorlagen und einem Traumtor. Aus 25 Metern hatte er Torwart André Schwarmann überlupft und ihn damit alt aussehen lassen. Cheftrainer Tomas Meyer dürfte sich geärgert haben, dass er verhindert war und somit die Galavorstellung seines Schützlings verpasst hatte.

„Das war für uns aber auch nichts Besonderes, wir haben schon ein paar Mal ohne Cheftrainer gespielt. Außerdem war ja Helmut Lange als Betreuer dabei“, erzählt der angehende Speditionskaufmann. Seine Leistung war hingegen besonders – besonders gut. Per Flanke legte Fröhlich das 1:0 durch Tobias Küsel vor, mit Pässen das 4:0 und 5:0 für Steffen Mech auf. Doch dabei beließ er es nicht. In der 84. Minute krönte der Angreifer seinen Auftritt und setzte mit seinem Heber das i-Tüpfelchen. „Ich habe gesehen, dass der Torwart sehr weit vorne stand und den Ball ganz bewusst so geschossen“, schildert Fröhlich die Situation und sein fünftes Saisontor.

Doch er fällt nicht nur aufgrund seines Könnens am Ball auf. Auch seine für einen Stürmer außergewöhnliche Trikotnummer zwei und der schmächtige Körper unter dem roten Dress fallen ins Auge. „Ich weiß nicht, ob er überhaupt 45 Kilogramm wiegt“, scherzt sein Sturmpartner Matthias Michaelis über den Schlaks und fügt an: „Er ist aber schon so eine Maschine.“ Auch Fröhlich kann mit seiner dünnen Statur leben. „Ich wäre natürlich gerne etwas breiter, aber das gelingt mir nicht so richtig. Es hat aber nicht nur negative Seiten, schmächtig zu sein – ich habe dadurch einige Vorteile. Ich bin sehr schnell und technisch gut.“

Diese Qualitäten konnte er in den letzten Wochen allerdings nur im Training zeigen, denn im Kreispokalspiel gegen den FC Ostereistedt/Rhade hatte er die Rote Karte gesehen, war zwei Spiele gesperrt und durfte erst am Sonntag wieder im Spielbetrieb mitmischen. „Ich war nach der unnötigen und meiner Meinung nach übertriebenen Sperre natürlich besonders motiviert“, sagt Fröhlich, der im Team auch unter einem anderen Namen bekannt ist. „Auf dem Platz nenne ich Nico Özil und er mich Diego. Das haben wir uns früher mal ausgedacht“, erzählt Michaelis, der Fröhlich nicht nur als seinen „persönlichen Azubi“ in der Mannschaft schätzt. „Mit ihm kann man sehr viel lachen. Er ist ein Spaßvogel.“

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