Sottrums Kapitän Stelling über den Meisterschaftskampf

„Wir dürfen uns nicht mehr viel erlauben“

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Sottrums Yannik Stelling (l.) sieht Konkurrent TuS Bothel in der besten Ausgangslage im Titelkampf. „Cedric Ahrens knipst wie ein Verrückter“, so der 27-Jährige über den Goalgetter (r.).

Sottrum - Von Mareike Ludwig. Wenn es nach Yannik Stelling geht, spielt der TV Sottrum in der kommenden Saison in der Fußball-Bezirksliga. Der Kapitän Wieste-Clubs ist davon überzeugt, dass sein Team das Potenzial dafür hat.

Derzeit sieht es bei den „Roten“ gut aus, schließlich haben die Sottrumer in 15 Spielen bereits 33 Punkte gesammelt und sind momentan Dritter. Welche Elf die beste Ausgangslage für die Meisterschaft hat und wie Stelling seine eigene Rolle innerhalb der Mannschaft sieht, verrät der 27-jährige Elektroniker im Interview.

Herr Stelling, Ihr Team verlor am vergangenen Wochenende überraschend beim abstiegsbedrohten SV Hamersen. Was war da los?

Yannik Stelling: Wir hatten uns viele Möglichkeiten erspielt, haben es aber verpasst, das Tor zu machen. Wir hätten noch ewig spielen können, der Ball wäre nicht über die Linie gegangen. Solche Tage gibt es. Nun dürfen wir uns aber nicht mehr viel erlauben.

Ist der TV Sottrum vielleicht doch noch nicht reif genug, um die Meisterschaft anzugreifen?

Stelling: Doch, das traue ich uns zu. Wir sind eine sehr junge Mannschaft, die über viel Qualität verfügt. Sicherlich müssen sich die Nachwuchskräfte noch etwas entwickeln, man wächst aber mit seinen Aufgaben. Unser Ziel ist es, ganz oben dranzubleiben.

Mit Ihren 27 Jahren gehören Sie also schon zu den „Alten“. Wie würden Sie Ihre Rolle im Team beschreiben?

Stelling: Ich komme mehr über meine kämpferische als über meine spielerische Qualität. Durch meine Zweikampfstärke haue ich auf den Tisch.

Wer hat Ihrer Meinung nach die beste Ausgangslage im Kampf um den Aufstieg?

Stelling: Ganz klar der TuS Bothel. Das Team hat keine Verletzten. Zudem knipst Cedric Ahrens (Goalgetter des TuS Bothel, Anm. d. Red.) momentan wie ein Verrückter. Auch das Torverhältnis spricht für Bothel.

Beim TV Sottrum sieht es nicht ganz so gut aus: Mit Nico Fröhlich, Jan Vollmers und Constantin Hirsch haben sich gleich drei Stammkräfte verletzt. Wie schwer wiegen die Ausfälle?

Stelling: Das ist natürlich ein Tiefschlag für uns. Bislang haben wir es zum Glück ganz gut hinbekommen, da wir in der Breite gut aufgestellt sind.

Und am Sonntag kommt nun der Tabellenvorletzte SV Viktoria Oldendorf. Klingt nach einem Selbstläufer.

Stelling: Ein Sieg ist für uns auf jeden Fall Pflicht, doch einfach ist die Aufgabe nicht. Wir dürfen Oldendorf definitiv nicht unterschätzen.

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