Sottrums Goalgetter zeigt Bevern Grenzen auf / „Er ist nie ganz auszuschalten“

Michaelis’ spezielles Rezept

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Sottrums Matthias Michaelis (r., hier gegen Beverns Timo Kanigowski) ist nur sehr schwer vom Ball zu trennen. „Er ist natürlich enorm wichtig für uns“, weiß auch Coach Ralf Brockmann.

Sottrum - Von Mareike Ludwig. Die Milch macht’s – hat sich Matthias Michaelis vor dem Halbfinalspiel des Fußball-Kreispokals gedacht und sich daher ein großes Glas des weißen „Wundermittels“ gegönnt. Der Plan ging voll auf: Quasi im Alleingang sorgte der „Motor“ des Kreisligisten TV Sottrum dafür, dass sein Team den Klassenpartner TSV Bevern mit 4:1 (2:1) ausschaltete und damit im Finale steht.

„Ich habe meiner Freundin gleich nach dem Spiel gesagt, dass wir nun sonntags immer genügend Milch im Kühlschrank haben müssen“, erzählt Michaelis mit einem Lächeln.

Im Pokal-Halbfinale fiel schnell auf, dass der 26-Jährige eine Nummer zu groß für den TSV Bevern war. Besonders Abwehrspieler Christian Gieschen bekam das gleich mehrfach zu spüren, indem er immer wieder das Nachsehen gegenüber Michaelis hatte. Der Lohn für den Sottrumer: Ihm gelangen drei Treffer. „Irgendwann muss ich auch mal endlich einen Titel gewinnen. Nachdem wir vor zwei Jahren unglücklich das Pokalfinale gegen den VfL Sittensen verloren hatten, wollen wir jetzt den Pott holen“, blickt Michaelis optimistisch voraus.

Coach Ralf Brockmann ist derweil mehr als froh, den „Wirbelwind“ in seinen Reihen zu wissen. „Er ist natürlich enorm wichtig für unsere Mannschaft. Seine Stärke ist es, dass er nie ganz auszuschalten ist. Im entscheidenden Moment steht er an der richtigen Stelle“, lobt Brockmann. Michaelis selbst ist mit seiner bisherigen Saisonleistung aber nicht hundertprozentig zufrieden. „Ich muss meinen Torabschluss noch verbessern. Außerdem suche ich zu oft meinen Nebenmann“, zeigt sich der 26-Jährige selbstkritisch. Daher will er seine momentane Liga-Ausbeute von acht Treffern unbedingt weiter ausbauen. „Zweistellig soll es am Ende auf jeden Fall sein“, erklärt der ehrgeizige Sottrumer, der mittlerweile in Bremen wohnt und als Qualitätsinspektor arbeitet. „Fußball ist meine absolute Leidenschaft. Daher nehme ich die Pendelei auch gerne in Kauf. Ich weiß, wofür ich den Aufwand betreibe“, sagt Michaelis.

Wenn es nach dem Mittelfeldmann geht, dann darf sich der Umfang in der kommenden Saison gerne erhöhen, schließlich strebt er mit dem Tabellenzweiten den Aufstieg an. „Uns fehlen zwar noch ein paar erfahrene Spieler, wenn die Möglichkeit aber besteht, wollen wir es natürlich eine Liga höher versuchen.“

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