1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Kreis Rotenburg

Sottrumer Abendlauf: Ist der Streckenrekord nach 16 Jahren fällig?

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Matthias Freese

Kommentare

Niels Nüser läuft 2019 beim Abendlauf an den Zuschauern vorbei.
Bei seinem Comeback im März in Hamburg lief der Rotenburger Niels Nüser (hier beim Abendlauf 2019) zehn Kilometer in 36:04 Minuten. Was ist in Sottrum drin? © Freese

2020 musste der Sottrumer Abendlauf wegen der Corona-Pandemie ausfallen, 2021 fand er nur in virtueller Form statt. Nun gibt es das Comeback. 733 Laufbegeisterte haben gemeldet.

Sottrum – Die Zahlen von der Vor-Corona-Zeit werden nicht erreicht – sollten sie auch gar nicht angesichts der Selbstbeschränkung. Insgesamt 733 Aktive haben sich für den 28. Sottrumer Abendlauf angemeldet. Am Freitag verteilen sie sich auf die Strecken über einen Kilometer (Bambini), 2,5 Kilometer (Schüler) sowie fünf und zehn Kilometer. „Sonst waren wir immer stolz, wenn wir über 1 000 Teilnehmer hatten. Jetzt haben wir den Fünfer und Zehner aber bei 300 gedeckelt, denn wir wollen kein Superspreader-Event werden“, erklärt Ute Vehlow-Diekmann aus dem Organisationsteam des TV Sottrum.

Fest steht schon jetzt: Im Hauptlauf der Männer wird sich ein neuer Name in die Liste aller Gewinner eintragen, denn von den Siegern der vergangenen 20 Jahre ist keiner am Start. Michael Majewski (BV Garrel), Erster der letzten Veranstaltung 2019, taucht nur über die fünf Kilometer auf. So fällt es Ute Vehlow-Diekmann auch nicht so leicht, einen Favoriten auszumachen. Hilfe bei der Suche hat sie von Torsten Naue, dem sechsmaligen Sottrum-Sieger, der auch dieses Mal startet, erhalten. Sein heißester Tipp: René Menzel vom Braunschweiger LC. „Der kann wohl locker unter 31 Minuten laufen“, meint Vehlow-Diekmann. Und eben das hat in Sottrum bisher nur der Pole Marek Jaskolka 2006 (30:32 Minuten) und 2007 (30:43) geschafft. Vor zwei Jahren lief der 30-jährige Menzel in Berlin übrigens seine persönliche Bestzeit in 29:38 Minuten auf der Straße. Anfang Mai absolvierte er die DM über 50 Kilometer (2:58:20 Stunden).

Startzeiten Sottrumer Abendlauf

Freitag, 13. Mai

18.30 Uhr: Bambinilauf

18.40 Uhr: 2,5-km-Schülerlauf

19.05 Uhr: 5-km-Lauf

19.50 Uhr: 10-km-Lauf

Die Startunterlagen sind ab 14 Uhr im Heimathaus erhältlich – hier wird um das Tragen einer Maske gebeten.

Ist der 16 Jahre alte Streckenrekord also in Gefahr? Offensichtlich. Vehlow-Diekmann hatte zu diesem Thema auch noch kurz vor Meldeschluss einen Anrufer in der Leitung; Name unbekannt. „Die Verbindung war schlecht, aber er fragte, ob es extra Geld geben würde, wenn er den Streckenrekord pulverisieren würde.“ Gibt es nicht. „Bei uns kriegen die ersten Drei ein Preisgeld“, berichtet die erfahrene Läuferin. Schnelle Zeiten sind auch von Menzels Vereinskollegen Mattias Guglielmi, dem aus Eritrea stammenden Filimon Gezae (LG Bremen-Nord) oder etwa Fisha Werede (LG Kreis Verden) zu erwarten. Aus der Riege der Altkreis-Läufer dürfte Triathlet Niels Nüser (TuS Rotenburg/2019: 36:10) zu den Kandidaten für das Verfolgerfeld gehören.

Der Streckenrekord der Frauen – bereits 2003 von der gebürtigen Rotenburgerin Katja Wolters aufgestellt (36:08) – wird vermutlich nicht in Gefahr sein. Die Favoritinnen heißen Sandra Sahlmann (TSV Neuenwalde), Ronja Schuldt (TSV Gnarrenburg) und Janina Heyn. Die Läuferin des ATS Buntentor hatte ihren Sottrumer Titel-Hattrick (2015 bis 2017) mit 39:42 Minuten abgeschlossen. 2019-Siegerin Svea Timm (Lüneburger SV/37:35) hat nicht gemeldet.

Hattrick-Siegerin Janina Heyn wieder am Start

Über die halbe Distanz – mit 300 Startern ausgebucht – geht der Sieg wohl nur über Michael Majewski (Bestzeit 15:10 Minuten), auch Karim Latifi (SV Werder Bremen) ist einiges zuzutrauen, in der Konkurrenz der Frauen sind es Sophie-Marie Kohlhase (LG Kreis Verden) und Lena Schröder (ATS Buntentor), die sich vorne einreihen sollten.

Warum der Abendlauf bei den Aktiven trotz des Kopfsteinpflasters auf einem Teilstück so beliebt ist, weiß Vehlow-Diekmann übrigens ganz genau: „Die Leute kommen auch von weiter weg, weil die Strecke einfach schnell und bestenlistenfähig ist. Es geht ja kaum bergauf.“

Auch interessant

Kommentare