Coach sagt bereits zu

Sottrum will mit Sztorc verlängern: „Wir können uns keinen Besseren vorstellen“

Die schwarzen Fußballschuhe – gerne nur mit kurzen Socken getragen – sind sein Markenzeichen, der oft kritische Blick gehört auch zu Dariusz Sztorc. Demnächst soll der Trainer beim TV Sottrum verlängern.
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Die schwarzen Fußballschuhe – gerne nur mit kurzen Socken getragen – sind sein Markenzeichen, der oft kritische Blick gehört auch zu Dariusz Sztorc. Demnächst soll der Trainer beim TV Sottrum verlängern.

Sottrum – So ein wenig muss sich Thomas Holzkamm selbst auf die Schulter klopfen: „Da haben wir alles richtig gemacht“, betont der Fußball-Abteilungsleiter des Bezirksligisten TV Sottrum und meint damit die Verpflichtung von Trainer Dariusz Sztorc vor fast zehn Monaten. Auch wenn der Vertrag des 50-Jährigen noch bis Ende Juni des kommenden Jahres läuft, will der Verein von der Wieste schon bald die weitere Zusammenarbeit über das Saisonende hinaus besiegeln: „Von unserer Seite aus wird definitiv verlängert. Davon gehe ich fest aus, da wird es keine Probleme geben“, bestätigt Holzkamm auf Nachfrage. Alles also nur noch reine Formsache?

So sieht es aus! „Das ist eine schöne Überraschung. Das freut mich“, kommentiert Sztorc die Nachricht – und wirkt in der Tat so, als hätte er sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht erwartet. Nachdenken muss er allerdings nicht sehr lange: „Ich habe nicht vor, mich anders zu orientieren. Ich habe gute Jungs und möchte sie weiterentwickeln. Ich würde es also gerne fortsetzen.“ Spätestens Anfang des nächsten Jahres will sich der Verein mit Sztorc zusammensetzen, um auch offiziell eine Verlängerung zu beschließen. „Meinetwegen auch schon morgen“, wirft der Coach schmunzelnd ein.

„Wir können uns keinen Besseren für Sottrum vorstellen“, findet Holzkamm. Momentan zwingt Corona den Fußball zwar zur erneuten Auszeit, doch der Blick auf die Tabelle bestätigt die Begeisterung des Abteilungsleiters. Unter Sztorc hat sich der Zehnte der vergangenen, abgebrochenen Saison von Beginn an an die Spitze der zweigeteilten Liga gesetzt. 16 Punkte aus sieben Spielen und ein überragendes Torverhältnis von 26:6 stehen dort in Staffel 1 auf dem Tableau – die Titelfavoriten TSV Bassen, FSV Langwedel-Völkersen und Heeslinger SC II liegen – teilweise deutlich – dahinter. Damit befindet sich Sottrum auf Aufstiegsrundenkurs.

Vor allem das Zusammenspiel zwischen Trainer und Mannschaft imponiert auch Holzkamm. „Das funktioniert sehr gut“, lobt er die Harmonie innerhalb des Teams, das dem Coach folgt. Der frühere Regionalliga- und Oberligaspieler genießt höchsten Respekt bei seinen Spielern. „Das Wichtigste ist, dass ich auf ein Umfeld getroffen bin, wo es Spaß macht. Und auch die Mannschaft zieht richtig gut mit, da muss ich ihr ein Lob aussprechen. Die Chemie stimmt. Das war die richtige Entscheidung“, meint Sztorc.

Dabei hatte der gebürtige Pole auf seine Premiere als Sottrumer Trainer lange genug warten müssen. Nach seiner Verpflichtung in der vergangenen Winterpause folgte der Abbruch der Saison. 227 Tagen sollte es dauern, ehe nach Amtsantritt das erste Pflichtspiel für ihn anstand – 7:2 gegen RW Achim endete es. Seine Bilanz seither: fünf Siege, ein Unentschieden, eine Niederlage.

„Ich habe definitiv noch viel mit der Mannschaft vor und hoffe, dass sie es ähnlich sieht, sonst hätte sie sich auch nicht so entwickelt. Mittlerweile kann sie auch schlechte Spiele souverän über die Bühne bringen“, sagt er. Aktuell besteht der Kontakt zu den Spielern nur via WhatsApp. Sztorc hat das Team mit Trainingsplänen versorgt und fordert die erbrachten Leistungen regelmäßig ab. Derzeit ist allerdings nicht absehbar, wann die Saison fortgesetzt wird. Sztorc kann es schon jetzt kaum erwarten: „Ich freue mich, wenn es wieder losgeht, denn ich vermisse meine Mannschaft.“

Von Matthias Freese

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