TV Sottrum spricht zwar noch nicht vom Aufstieg, plant aber schon dafür / Kader bleibt zusammen

„Das ist der richtige Weg“

+
Trainer Norbert Kühnlein (l.) ist guten Mutes, dass es mit dem Aufstieg in die Handball-Landesliga klappt.

Sottrum - Von Mareike Ludwig. Sieben Spieltage vor Schluss beträgt der Vorsprung auf den Zweitplatzierten TuS Komet Arsten bereits sechs Punkte. Was sollte auf dem Weg zur Meisterschaft für die Kreisoberliga-Handballer des TV Sottrum also noch schiefgehen?

Trainer Norbert Kühnlein hält sich dennoch bedeckt und auch Routinier Eric Kruse sagt, „dass wir noch knallharte Spiele vor uns haben“. Auch in einem weiteren Punkt sind sich beide schon jetzt einig: „Wir wollen aufsteigen und gehören vom Potenzial her in die Landesliga“, sagt der Coach.

Bislang wusste der Wieste-Club voll zu überzeugen: 13 Siegen stehen nur ein Unentschieden sowie eine Niederlage gegenüber. „Wir haben überzeugend gespielt“, findet Kruse. Doch die „richtig schweren Brocken“, wie Kühnlein betont, warten in den kommenden Wochen auf die Mannschaft. „Wenn wir Mitte März das Spiel gegen die SG Bremen-Ost gewinnen, dann beschäftigen wir uns ernsthaft mit dem Aufstieg“, so der Coach. Und Rückraumakteur Kruse fügt an: „Natürlich rechnen wir, das ist doch ganz normal. Es liegt alles in unserer Hand. Doch das kann auch zu einem Problem werden. Schließlich besteht schnell die Gefahr, dass wir durch unseren Vorsprung überheblich werden.“

Dass das Team mit einem Durchschnittsalter von mehr als 30 Jahren – im jüngsten Spiel gegen den TuS Rotenburg II betrug er 31,25 Jahre – bereits relativ alt ist, sieht Kruse nicht als Problem an. „Wir haben auch deutlich jüngere Akteure in unseren Reihen. Die Jungs übernehmen mehr und mehr Verantwortung. Das ist der richtige Weg“, so der 38-Jährige. Er räumt aber auch ein, dass der jetzige Kader für die Landesliga vergrößert werden muss. „Wir führen bereits gute Gespräche und bekommen zwei bis drei höherklassige Verstärkungen“, so Kruse. Konkrete Namen wollten bislang aber weder er noch Kühnlein verraten. „Es ist auch noch nichts spruchreif“, erklärt der Trainer.

Dafür steht aber schon jetzt fest, dass die derzeitige Mannschaft komplett zusammenbleibt. „Ja, ich mache noch ein Jahr weiter“, verrät Kruse. Und auch Rechtsaußen Hauke Herbst sagt offen: „Ich bleibe auf jeden Fall beim TV Sottrum. Ich komme mit jedem Spieler richtig gut klar. Selbst, wenn wir nicht aufsteigen, bleibe ich dem Verein treu“, versichert der 23-Jährige, für den der TuS Rotenburg trotz der bisher höheren Liga nie ein Thema war: „Ein Hauptgrund ist das dortige Spielen ohne Backe. Ich finde, dass Handball ohne Kleber eine andere Sportart ist.“ Routinier Eric Kruse teilt seine Ansicht („Handball ohne Backe ist wie ein Fußballschuh ohne Stollen“) und ist sehr froh, so einen Akteur wie Herbst in seinen Reihen zu wissen: „Hauke ist ein Verrückter. Er dreht im Training voll auf und gibt immer 120 Prozent. Aber auch Benjamin Nijland ist sehr impulsiv. Die beiden reißen die gesamte Mannschaft mit. Solche Leute brauchen wir.“

Das könnte Sie auch interessieren

Bayern-Fest bei Heynckes' Europa-Comeback - 3:0 gegen Celtic

Bayern-Fest bei Heynckes' Europa-Comeback - 3:0 gegen Celtic

Werder auf dem Freimarkt

Werder auf dem Freimarkt

NRW: 700 Polizisten stürmen Hells-Angels-Wohnungen

NRW: 700 Polizisten stürmen Hells-Angels-Wohnungen

Bild von gewildertem Nashorn ist Wildlife-Foto des Jahres

Bild von gewildertem Nashorn ist Wildlife-Foto des Jahres

Meistgelesene Artikel

Avides Hurricanes erwarten Tabellenführer Panthers Osnabrück

Avides Hurricanes erwarten Tabellenführer Panthers Osnabrück

Hanna Schwertfeger mischt Herren-Kreisliga auf

Hanna Schwertfeger mischt Herren-Kreisliga auf

30:26 im Pokal – aber Badenhop muss büßen

30:26 im Pokal – aber Badenhop muss büßen

Potratz Matchwinner für Rotenburger SV gegen VfL Westercelle

Potratz Matchwinner für Rotenburger SV gegen VfL Westercelle

Kommentare