Sottrum scheitert im Elfmeterschießen an Heeslingen III / „Das passt ins Bild“

Köster zerreißt Handschuhe

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Gute Miene zum bösen Spiel: Sottrums Kapitän Yannick Stelling (mit Pokal in der Hand) versucht bei der Siegerehrung, die Enttäuschung ein wenig wegzulächeln. Seinen Mitspielern ist der Frust nach der Finalniederlage gegen den Heeslinger SC III dagegen deutlich anzusehen.

Fintel - Von Mareike Ludwig. Er wollte nur noch weg. Marco Köster lief sofort in die Kabine. Besonders die Torwarthandschuhe hatten unter seiner Enttäuschung zu leiden. Diese hatte er sich auf halber Strecke von den Fingern gerissen und in mehreren Einzelteilen auf den Boden geschmissen. Dabei lag es am wenigstens am Keeper, dass der Fußball-Kreisligist TV Sottrum im Kreispokalfinale in Fintel gegen den klassentieferen Heeslinger SC III mit 3:4 (0:0) nach Elfmeterschießen das Nachsehen hatte.

Köster war schließlich auf dem besten Weg, zum Matchwinner zu avancieren. Beim ersten Elfmeter von Heeslingens Schlussmann Gunnar Albrecht war er mit den Fingerspitzen dran, der Ball ging dennoch ins Tor. Auch beim entscheidenden fünften Schuss von Cedric Fitschen ahnte Köster die richtige Ecke. Die Kugel rutschte ihm jedoch unterm Körper durch. Vorbei. Aus der Traum.

Die Sottrumer lagen allesamt niedergeschlagen auf dem Rasen. Einer musste besonders getröstet werden: Steffen Mech. Der Mittelfeldmann hatte gegen Albrecht das Nachsehen und sorgte somit für die Heeslinger Jubelstürme. „Das ist natürlich bitter. Elfmeterschießen ist immer eine Sache für sich. Das passt leider ins Bild der vergangenen Wochen, dass das Glück nicht auf unserer Seite war“, so Sottrums Coach Ralf Brockmann enttäuscht.

Der Wieste-Club hatte es in den vorherigen 90 Minuten nicht geschafft, sich nennenswerten Tormöglichkeiten herauszuspielen und somit bereits für eine Entscheidung zu sorgen. Es dauerte bis zur 67. Minute, ehe die Sottrumer erstmals gefährlich vor Albrecht auftauchten. Nils Grams kratzte den Schuss von Nico Fröhlich aber gerade noch von der Linie. „Vom Kopf her wollten wir, doch die Füße haben es leider nicht umsetzen können. In unserem Spiel ging nicht wirklich viel, das war alles sehr abgehakt“, gestand Brockmann, der damit die nächste bittere Pleite einstecken musste, nachdem seine Elf am vergangenen Wochenende bereits den Relegationsplatz um den Bezirksliga-Aufstieg noch an den Bremervörder SC verloren hatte.

Dabei war mit Matthias Michaelis der Goalgetter und Leistungsträger nach vier Wochen Verletzungsunterbrechung erstmals wieder mit dabei. Ihm war die lange Pause aber deutlich anzumerken, nach 60 Minuten war sein Einsatz dann auch beendet. „Wir können von ‚Tiddy’ nicht auf Anhieb irgendwelche Wunderdinge erwarten“, nahm ihn Brockmann in Schutz.

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