Hauke Holsten veröffentlicht einen Vereinssong als Werbung für die Damen

Der TV Sottrum geht ins Ohr

Eine besondere Werbemaßnahme für die Damenmannschaft des TV Sottrum. Foto: WUTTKE

Sottrum - Von Vincent Wuttke. Das ist mal eine besondere Werbung. Die Fußballerinnen des TV Sottrum suchen schon seit Längerem nach neuen Spielerinnen für ihre Mannschaft in der Kreisliga. Dafür haben sie sich bereits einiges einfallen lassen. Immer wieder haben sie im Internet auf sich aufmerksam gemacht. Da alle Werbemaßnahmen bislang nicht wirklich fruchten wollten, hat sich das Team nun etwas Besonderes ausgedacht: ein eigenes Vereinslied. Hauke Holsten, Partner einer Spielerin und Musiker, ist gemeinsam mit zwei Freunden unter dem Namen „Raumschiff Schnitzelbuffet“ kreativ geworden. Die Band hat dem TV Sottrum also seine eigene Hymne geschrieben.

„Ein wenig Werbung für so eine tolle Mannschaft kann nicht schaden. Der Song hieß übrigens ganz zu Anfang ,TV Sottrum 1. Damen Lovesong‘. Das Lied darf aber als Hymne an den ganzen Verein verstanden werden“, sagt Holsten. Von ihm stammen die Idee und der Großteil des Textes. Unterstützung hat er erhalten von seinem Freund Bene Höyns, der sein Tonstudio „52-Hertz“ für die Aufnahme zu Verfügung gestellt hatte. Hendrik Walter, ebenfalls langjähriger Wegbegleiter von Holsten, hat schließlich den Text eingesungen.

Hit ist auf nahezu allen Plattformen verfügbar

Zu hören ist das Lied seit Kurzem auf bekannten Kanälen wie YouTube, Spotify, Deezer, iTunes, Amazon Music, TikTok und Instagram. „Im Grunde gibt es den Song überall, wo man Musik finden, streamen oder kaufen kann“, so Holsten. In den ersten zehn Tagen nach der Veröffentlichung hörten sich bei Spotify 140 Personen den Song an. 250 weitere Aufrufe bei Youtube und zusätzliche auf den anderen Plattformen kamen hinzu. „Das ist schon viel und für uns definitiv schon ein Erfolg – also ein Grund zum Freuen“, findet der 30-Jährige.

Dabei lief aufgrund verschiedener Wohnorte und großer Distanz in der Entstehung nicht alles glatt. „Ich treffe mich regelmäßig mit Bene, um Musik zu machen. Wir nehmen auch regelmäßig zu dritt Musik auf. Aber ich würde uns nicht als Band bezeichnen. Hendrik wohnt in Amsterdam, Bandproben wären also tendenziell sehr schwierig. Wenn wir keine Fußball-Lieder machen, dann geht die Musik von Elektro bis Rock. Wer also mehr hören will, schaut sich am besten die Interpreten ,Violence Is For Lovers‘ und ,WNTONICS‘ an.“, erklärt Hauptinitiator Holsten.

Der Gitarrist hat übrigens schon Erfahrung mit dem Schreiben von Vereinssongs. Seine Freundin Patrizia Martens spielte bereits für den SV Agathenburg/Dollern. „Bene, Hendrik und ich haben es damals als unterhaltsame Herausforderung empfunden, eine epische Fußballhymne zu schreiben für einen Verein mit so einem Namen“, sagt er über das etwas ältere Werk. „Nun wohnen wir aber schon einige Zeit wieder in Sottrum. Ich bin hier zu Hause und schaue nach wie vor gerne meiner Freundin bei den Spielen zu“, nennt er die Gründe für seine Motivation.

Beim Team kommt die Überraschung gut an

Der Musiker ist Fan des TV Sottrum. In den tristen Zeiten ohne Fußball wollte er den Damen um Kapitänin Jessica Sackmann, Torjägerin Ann-Kathrin Döscher und natürlich seiner Freundin Patrizia Martens mit dem neuen Song eine Freude machen. „Das Lied war mehr oder weniger eine Überraschung für die Mannschaft. Der Inhalt des Textes spricht für sich – wer die Spielerinnen kennt, der weiß das.“ Beim Team – aktuell in der unterbrochenen Spielzeit auf dem fünften Rang – kam die Hymne natürlich super an. „Ich glaube nicht einmal eine Minute, nachdem wir das Lied in die WhatsApp-Gruppe der Mannschaft gesendet hatten, war es schon zwei- oder dreimal in den sozialen Medien geteilt“, so Holsten.

Lediglich beim Sottrumer Ortsnachbarn TV Hassendorf habe sich schnell ein kleiner Kritikerkreis gefunden. „Dort hat man wohl keinen Sinn für gute Musik – unsere liebsten Derby-Kollegen haben sich nach dem Bekanntwerden des Songs spontan organisiert, um bei YouTube den ,Daumen runter‘-Button zu drücken. Das ist nicht sehr sportlich – wir erwarten mindestens einen Song als Antwort“, sagt der 30-Jährige schmunzelnd und fordert den Konkurrenten zu einem eigenen Lied auf.

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