„Schöne Grüße“ vom Schiedsrichter

Sottrum fühlt sich beim 2:3 gegen Riede verpfiffen

Finn Herwig  führt den Ball am Fuß, Elias Witt schaut hinterher, der Keeper geht in die Knie.
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Heikle Szene: Sottrums Finn Herwig (am Ball) wird zwar von Elias Witt gefoult, läuft aber weiter und vergibt den Vorteil. Anschließend gibt der Unparteiische erst Strafstoß, entscheidet dann aber auf Freistoß.

Das Spiel verlief alles andere als glücklich für Sottrum. Unter anderem kassierte Finn Herwig Gelb-Rot wegen Meckerns. Und auch sonst war der Bezirksligist unzufrieden mit dem Schiedsrichter.

Sottrum – Wenn ein Schiedsrichter während und nach dem Spiel im Mittelpunkt steht, ist das selten ein gutes Zeichen. So geschehen im Verfolgerduell der Fußball-Bezirksliga, als der Unparteiische Matthias Brand (TSV Dorfmark) dem TV Sottrum einen bereits gegebenen Strafstoß wieder wegnahm (15.) sowie dem MTV Riede einen umstrittenen zusprach (56.). Damit sorgte er für die Aufreger des Spiels und aufgebrachte Gastgeber.

„Durch den Elfmeter sind wir zurückgekommen“, wusste Riedes Coach Nils Krüger. Sein Team nutzte die Gelegenheit und nahm einen 3:2 (0:1)-Sieg mit nach Hause.

Sottrums Trainer Dariusz Sztorc war auch Minuten nach dem Spiel außer sich. „Ich bin selten so in Rage, aber das grenzte für mich an Schiebung. Ich hoffe, dass er nie wieder nach Sottrum kommt“, schoss der 51-Jährige scharf gegen den Referee aus dem Heidekreis. Routinier und Außenverteidiger Andreas Kiel pflichtete ihm bei: „Das war die unterirdischste Schiedsrichter-Leistung ever“, meinte er.

Logisch, dass die Rieder durchaus entspannter reagierten. „Jeder weiß doch, wie der drauf ist“, meinte Coach Krüger und hatte seine Jungs angewiesen, ruhig zu bleiben. Das fiel ihnen angesichts der Tatsache, dass vor allem bei den beiden strittigen Szenen gegen die Sottrumer entschieden wurde, allerdings auch leichter.

Frustriert: Während im Hintergrund die Rieder feiern, versteht Joshua Hüsing die Welt nicht mehr.

Gegen die wacklige Abwehr der Rieder bestimmten die Platzherren, die durch Matthias Michaelis und Finn Herwig draufgingen, den ersten Durchgang. Herwig ließ sich auch durch ein Foul von Elias Witt, das sich knapp innerhalb des Strafraums ereignete, nicht umwerfen, lief weiter, verzog jedoch vor Keeper Jannik Schumacher. Trotz des gewährten Vorteils entschied Brand dann doch noch auf Strafstoß, verlegte den Tatort aber auf Hinweis seines Assistenten Silas Maletti außerhalb des Sechzehners (15.) und beließ es bei Gelb für Witt.

Kurz vor der Pause avancierte Riedes Lennart Schröder zur tragischen Figur. Vorne scheiterte er aussichtsreich (43.), hinten bugsierte er einen Freistoß von Marvin Meyer per Kopf ins eigene Netz (44.). „Er hatte in der ersten Halbzeit die Scheiße am Fuß, hat dann aber vieles richtig gemacht“, fand Krüger. So holte Schröder auch den umstrittenen Elfmeter gegen Eike Buckenberger heraus, den Sottrums Kapitän als „lächerlich“ bezeichnete: „Er kreuzt mich und fällt hin.“ Niklas Behn nutzte den Pfiff zum 1:1 – und Riede war plötzlich drin im Spiel (56.). „Zehn Minuten waren wir weg, das ist menschlich“, nahm Sztorc sein Team in Schutz, während Schröder den Ball am zweiten Pfosten unter die Latte drückte (66.) und Marc Lindenberg eine Ecke von Torben Schumacher zum 3:1 einnickte (73.).

Es kam noch dicker für Sottrum: Lennart Holzkamm musste kurz nach seiner Einwechslung nach einem Schlag auf die Achillessehne wieder raus (74.), Finn Herwig wegen Meckerns mit Gelb-Rot (76.). Dominik Reuter gelang zwar in Unterzahl das 2:3 nach einem Fauxpas von Schumacher (80.), doch Riede brachte den Sieg über die Zeit und rückte auf Platz zwei vor. „Wir haben in der zweiten Halbzeit Charakter gezeigt“, betonte Krüger, während Sottrum sich aus der Bahn werfen ließ. Die Aufregung war auch nach dem Abpfiff nicht abgeebbt. Reuter sah wegen Diskutierens Gelb vom Referee, der dem Verteidiger noch „schöne Grüße“ hinterherrief.

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