Robertson aus dem Spiel genommen

61:50 – Hurricanes besiegen Recklinghausen

+
Energischer Auftritt: Hannah Pakulat (l.) lässt sich nicht von Pia Kassack aufhalten.

Scheessel - Von Mareike Ludwig. Er hatte nicht viel zu sagen. Nach nicht einmal fünf Minuten kam Mahir Solo schon wieder aus der Kabine zurück und setzte sich entspannt auf seinen Stuhl – unter dem Arm seine Taktiktafel.

„Ich war mit der ersten Halbzeit zufrieden. Es fehlte nur die Konzentration. Daher war die Ansprache schnell gemacht“, klärte der Coach auf. Die paar Worte fruchteten. Nach dem Seitenwechsel zeigten sich seine Zweitliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes deutlich fokussierter. Am Ende setzten sie sich im Heimspiel gegen Citybasket Recklinghausen mit 61:50 (24:22) durch.

Die gute Nachricht bekam Solo vor dem Abschlusstraining am Freitag. Birte Riebesell – unter der Woche noch mit einer Rückenblockade ausgefallen – gab grünes Licht für ihren Einsatz. Von Schmerzen keine Spur mehr. Die Centerin kam in der siebten Minute ins Spiel und gab richtig Gas. „Ich hatte zum Glück keine Probleme mehr mit meinem Rücken“, so die 20-Jährige. Riebesell wusste aber nicht nur in der Defense – sie holte im zweiten Viertel gleich drei Rebounds hintereinander – zu gefallen. 

Shaniqua Nilles, die hier gegen Recklinghausens Kiana Robertson erfolgreich den Ball abschirmt, feierte mit den Hurricanes nach zwei Punktspielniederlagen wieder ein Erfolgserlebnis. Hinten beobachtet Andrea Baden die Szene.

Gleich achte Punkte verbuchte das Eigengewächs der Hurricanes am Ende auf ihrem Konto – so viele wie noch nie in der ersten Mannschaft. „Ich hatte einfach ein paar gute Situationen, in denen ich mich endlich mal getraut habe zu werfen. Und ich hatte Erfolg. Natürlich ist das Selbstvertrauen auch größer, wenn die ersten Versuche gleich reingehen“, freute sich Riebesell über ihre Leistung. Und Solo fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Ich bin Birte nicht böse, wenn sie so gut trifft.“ Auch Nachwuchsspielerin Celine Schröder hatte Grund zur Freude, schließlich erzielte sie ihre ersten beiden Punkte in der zweiten Liga.

Alles andere als gut aufgelegt war dagegen Recklinghausens Kiana Robertson. Die eigentliche Topscorerin der Gäste kam gerade einmal auf zwei Punkte. „Wir haben sie gut aus dem Spiel genommen“, fand Solo. Die US-Amerikanerin wusste eher durch ihre frühen Fouls auf sich aufmerksam zu machen. Bereits nach 20 Minuten hatte sie drei Verwarnungen. Anschließend blieb sie erst einmal auf der Bank.

Hurricanes lassen Aufsteiger herankommen

Dennoch schafften es die Hurricanes nicht, sich entscheidend abzusetzen. Kurz vor Ende des dritten Viertels waren die Gastgeberinnen mit zwölf Punkten weg – die höchste Führung der Partie (28.). Anschließend verpasste es das Solo-Team aber, den Vorsprung zu vergrößern. 

Die Hurricanes ließen den harmlos agierenden Aufsteiger sogar wieder auf sechs Zähler herankommen (47:41/31.). „In dem Abschnitt waren wir leider etwas zu langsam auf den Beinen. Dadurch konnten wir uns nie wirklich sicher fühlen“, gestand Solo. Mehr kam aber nicht von den Gästen. Geburtstagskind Mirja Beckmann (20) sorgte per Dreier dafür, dass sich die Hurricanes wieder eine Zehn-Punkte-Führung erarbeiteten – 53:43 (34.).

Und auch Lotta Stach steuerte wichtige Punkte in der Endphase bei. „Dadurch haben wir Recklinghausen zum Glück auf Abstand gehalten und das Spiel letztlich verdient gewonnen. Sieg ist Sieg. Wie hoch er ausfällt ist egal. Endlich haben wir wieder ein positives Erlebnis“, zeigte sich Solo nach dem ersten Sieg 2018 erleichtert.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Fotostrecke: Tim Wiese in der DeichStube

Fotostrecke: Tim Wiese in der DeichStube

Schüler in Florida demonstrieren für schärferes Waffenrecht

Schüler in Florida demonstrieren für schärferes Waffenrecht

Mailänder Modewoche: Gucci ist im Posthumanismus

Mailänder Modewoche: Gucci ist im Posthumanismus

Deutschland schafft Eishockey-Wunder - Gold durch Jamanka

Deutschland schafft Eishockey-Wunder - Gold durch Jamanka

Meistgelesene Artikel

Unterstedt-Pokalspiel in Gnarrenburg kurzfristig vom Referee abgesagt

Unterstedt-Pokalspiel in Gnarrenburg kurzfristig vom Referee abgesagt

Rotenburger SV: Rutschpartie beim 6:3 abgebrochen

Rotenburger SV: Rutschpartie beim 6:3 abgebrochen

Rotenburg geht mit schlechten Erinnerungen an Neerstedt ins Rückspiel

Rotenburg geht mit schlechten Erinnerungen an Neerstedt ins Rückspiel

Rotenburger SV raus aus der ARS?

Rotenburger SV raus aus der ARS?

Kommentare