2. Basketball-Bundesliga Damen

Hurricanes: Solo macht Platz für ehemaligen Trainer Greve

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Christian Greve, hier ein Bild von 2016, übernimmt nach drei Jahren wieder das Training der Damen der Hurricanes.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Die Avides Hurricanes gehen nicht wie ursprünglich geplant mit Mahir Solo in die neue Saison der 2. Basketball-Bundesliga der Damen!

Der Bosnier macht Platz für Christian Greve, der nach drei Jahren bei den Artland Dragons aus Quakenbrück zurück an die alte Wirkungsstätte kehrt. „Das ist ein Glücksfall für uns“, bestätigte Utz Bührmann, Vorstand Finanzen bei den Hurricanes, die Verpflichtung. Greve erhält zum 1. Juli einen Ein-Jahres-Vertrag, während Vorgänger Solo seinen Kontrakt bis 2019 ebenfalls erfüllt, allerdings im Jugendbereich tätig sein wird.

Für die Hurricanes ist diese Konstellation auch mit einem erhöhten finanziellen Aufwand verbunden, schließlich ist Greve neben Solo und U 18-WNBL-Coach Tomas Holesovsky der dritte hauptamtliche Trainer. Allerdings bahnte sich eine Veränderung an der Seitenlinie bereits kurz nach Saisonende an. Solo und das Team lagen nicht auf einer Wellenlänge. 

„Fachlich ist Mahir nichts vorzuwerfen. Letztlich ist ja auch das Saisonziel erreicht worden. Aber schon seit Beginn der Saison gab es einige Probleme wegen des Anspruch des Trainers in puncto Trainingshäufigkeit- und intensität sowie den realen Bedingungen hier“, erklärt Bührmann.

Verein verlor den Kontakt zum alten Trainer nicht

Der Kontakt zu Greve war indes nie abgerissen, auch in der vergangenen Saison weilte der 43-Jährige einige Male in Scheeßel als Zuschauer in der Halle. „Ich habe hier über fünf Jahre Freundschaften aufgebaut, die auch gehalten haben“, nennt er einen Grund. 

Sportlich hätten die Hurricanes mit den Artland Dragons wohl schwer mithalten können, denn schließlich war er dort seit Januar 2017 zusammen mit Florian Hartenstein Cheftrainer in der Pro B der Herren und coachte darüberhinaus den Quakenbrücker Nachwuchs in der NBBL. 

„Ich hätte dort auch theoretisch weitermachen können“, verrät der gebürtige Ratzeburger, der die Rückkehr zur BG ‘89 jedoch auch als „Investition in die Zukunft“ sieht: „Mit Freunden hatten wir immer wieder die Diskussion: Was machen wir, wenn wir 55 sind? Als Trainer hast du ja einen recht unsicheren Job, da ist man von anderen Faktoren als in der freien Wirtschaft oder in der Selbstständigkeit abhängig. Also habe ich links und rechts geschaut, was es gibt.“ 

Bührmann: „Wir planen langfristig mit ihm“

Und in Scheeßel hat sich für ihn eine berufliche Perspektive neben dem Basketball aufgetan. „Die Option ist da“, spruchreif sei das aber noch nicht. Sollte es klappen, macht gerade diese Möglichkeit den Deal mit Greve auch für die Hurricanes so interessant. „Wir planen deshalb langfristig mit ihm. Das ist super für uns“, findet Bührmann.

Ein wenig kurios ist übrigens, dass bisheriger und künftiger Coach demnächst eine Wohngemeinschaft bilden werden. Greve wird im ehemaligen Internatsgebäude mit in die große sogenannte Erzieher-Wohnung einziehen. Diese wird aktuell von Solo allein genutzt. Nun macht er also nicht nur als Trainer Platz für Greve, sondern auch in der Unterkunft. „Die beiden werden sich vertragen“, ist Bührmann sicher.

Greve ist für den größten Hurricanes-Erfolg verantwortlich

 

Christian Greve ist übrigens der Trainer, der für den bisher größten Erfolg der Hurricanes maßgeblich mitverantwortlich zeichnet. Im Oktober 2010 war der Mann mit dem Vollbart damals zu den Hurricanes gestoßen. 

Im November 2012 hatte er Roland Senger als Damencoach abgelöst, war zwar mit dem Team aus der ersten Liga abgestiegen, hatte aber auch die prompte Rückkehr ins Oberhaus geschafft und 2015 sogar den dritten Platz in der Meisterschaft gefeiert. Anschließend folgte der Wechsel nach Quakenbrück.

Bei den Hurricanes ist Greves vorrangig für die erste Damen eingeplant, aber auch die zweite Mannschaft soll er mit übernehmen – eventuell zusammen mit der bisherigen Trainerin Pia Mankertz.

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