Hurricanes ohne Druck gegen Hannover /

Solo lässt die Jugend ran

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Celine Schröder (rechts) gehört zu den eigenen Talenten, die schon gegen Hannover vermehrt eingesetzt werden sollen.

Rotenburg - Der Druck ist weg. Die Motivation auch? Mahir Solo glaubt es nicht. „Es wird jetzt leichter sein. Die Spielerinnen haben nun keine Angst mehr, Fehler zu machen und sind nicht mehr so verkrampft“, glaubt der Coach der Avides Hurricanes, nachdem der Abstieg aus der Basketball-Bundesliga besiegelt ist. Und so meint Solo vor dem Niedersachsen-Derby gegen den TK Hannover am Samstag (19 Uhr, Pestalozzihalle) auch: „Alles ist möglich, wir können sie schlagen.“

Utz Bührmann hat seinen Humor nach dem Abstiegswochenende wiedergefunden und verwies einfach mal auf Paulchen Panther: „Heute ist nicht aller Tage, wir kommen wieder, keine Frage“, verkündete das Vorstandsmitglied Finanzen Mitte der Woche in einer Rundmail an Freunde und Förderer der Hurricanes. Auch ihm war die Anspannung in den vergangenen Wochen anzumerken gewesen.

Seit elf Spielen warten die Hurricanes mittlerweile auf einen Sieg. Drei Spiele haben sie hierfür noch Zeit. Drei Spiele, in denen sie „ohne den zuletzt unglaublichen Druck im Abstiegskampf zeigen wollen, was sie wirklich können!“, sagt Bührmann. Der Druck – er war durch die sportlich immer angespanntere Situation zu groß geworden. Das Selbstvertrauen – es war mit jeder neuen Niederlage mehr gewichen. Nun wollen „die Damen erhobenen Hauptes gehen und auch ihrem Coach endlich sein erstes Erfolgserlebnis schenken“, bemerkt Bührmann.

Mahir Solo selbst geht es aber überhaupt nicht um seinen ersten Sieg. „Das interessiert mich nicht. Mein Team muss nicht mir ein Geschenk machen, sondern unseren Fans.“ Gleichzeitig will er die Gelegenheit nutzen, in den noch verbleibenden Spielen dem Nachwuchs verstärkt eine Chance zu geben, den Spielerinnen, die bisher kaum Einsatzminuten bekommen haben, also Sina Friedrichs, Nike Fortmann, Celine Schröder, Bente Lademacher und Vivien Stoll. Allerdings spielen Stoll und Lademacher am Wochenende fast parallel für ihre Stammteams, die BG Harburg-Hittfeld und den MTV Treubund Lüneburg, in der 2. Regionalliga Nord.

Personalsorgen wie in den vergangenen Wochen plagen Solo nicht, abgesehen davon, dass Centerin Tabytha Wampler mit ihrem gebrochenen Mittelfuß weiter ausfällt und auch Hannah Pakulat erkältet aussetzte. „Ich hatte am Mittwoch 13 Spielerinnen im Training – das war Rekord. Jetzt, wo die Saison vorbei ist, sind fast alle fit“, sagt er.

maf

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