RSV soll 72000 Euro für Umkleidegebäude erhalten / „Hilft dem Verein ungemein weiter“

Sportausschuss empfiehlt Zuschuss

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Wenn alles seinen geregelten Gang nimmt, gehört das Umkleidegebäude am Ahe-Stadion bald der Stadt.

Rotenburg - Der erste Schritt ist getan: Der Rotenburger Sportausschuss hat am Dienstag einstimmig die vorzeitige Übertragung des Eigentums an dem Umkleidegebäude des Rotenburger SV auf die Stadt empfohlen.

Während der erste Beschlussvorschlag für den Rat im September kurzfristig wegen Bedenken von einigen Seiten wieder einkassiert wurde, ist die Vorlage der Verwaltung nun im eigens dafür angesetzten Sportausschuss durchgewunken worden.

Allerdings mit Änderungen. Die Zahlung in Höhe von 71732,82 Euro an den RSV zum Ausgleich für seinerzeit erbrachte Eigenleistungen tauchte nicht mehr in der Formulierung auf. Stattdessen stimmte der Sportausschuss einer vorzeitigen kurzfristigen Übertragung des Eigentums an dem Umkleidegebäude auf die Stadt und der Beendigung des Erbrechtvertrages sowie der Zahlung von 72000 Euro an den Rotenburger SV als „nachträglichen Zuschuss zum Bau des Umkleidegebäudes“ zu. Dieser Beschluss erfolgt unter den Bedingungen, dass der Zuschuss nicht versteuert werden muss und er ausschließlich der Schuldentilgung dient. Der Rotenburger SV muss dafür allerdings Nachweise vorlegen.

Nachdem der Sportausschuss nun zugestimmt hat, muss die Beschlussvorlage noch vom Verwaltungsausschuss sowie vom Rat abgesegnet werden. Laut Rolf Ludwig, Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Rotenburger Sportvereine (ARS), der dem Sportausschuss beiwohnte, ist das allerdings „nur eine Formalie“. „Ich bin sehr froh, dass die Stadt sich nun dafür entschieden hat. Wäre die alte Beschlussvorlage beschlossen worden, hätte es nur Neid von anderen Vereinen gegeben“, sagte der ARS-Vorsitzende.

Während der ursprünglich angedachte Ausgleich vom RSV hätte versteuert werden müssen, gilt das für den Zuschuss in Höhe von 72000 Euro nicht. „Uns war wichtig, dass wir ein Modell finden, bei dem keine Steuern gezahlt werden müssen“, betonte Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber (SPD). „Des Weiteren profitieren nun alle fünf Rotenburger Sportvereine von der Regelung“, stellte Ludwig klar.

Auch Paul Metternich, Sicherheits- und Marketingbeauftragter des Rotenburger SV sowie hinzugewähltes Mitglied des Sportausschusses, war nach der Sitzung erleichtert: „Dass die Schuldenlast nun abgebaut werden soll, hilft dem Verein ungemein weiter. Ich bin jedem dankbar, der dazu mitgeholfen hat.“

Ursprünglich hatte der Rotenburger SV für die Errichtung des Umkleidegebäudes einen Zuschuss vom Kreissportbund in Höhe von 100000 Euro eingeplant. Statt dieser möglichen 100000 Euro gab es aber lediglich einen Zuschuss von 25000 Euro.

jdi

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