Seit drei Spielen kein Tor

Rotenburger SV ab sofort ohne Heller

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Auf Lukas Heller (am Ball) wird der Rotenburger SV vorerst verzichten müssen: Er verabschiedet sich nach Australien.

Rotenburg - Der Kader des Rotenburger SV ist kleiner geworden. Flügelspieler Lukas Heller hat am vergangenen Samstag beim 0:0 gegen den VfL Güldenstern Stade sein vorerst letztes Spiel im Trikot des Fußball-Landesligisten bestritten.

In der Partie beim SV Eintracht Lüneburg (Sonntag, 15 Uhr) ist er schon nicht mehr dabei – Montag verabschiedet sich der 20-Jährige für unbestimmte Zeit nach Australien.

Heller hatte in seiner ersten Saison zu den großen Überraschungen beim RSV gehört, war in der aktuellen Spielzeit aber meist nur von der Bank gekommen und hatte seinen Stammplatz an den Brasilianer Marcello Muniz verloren. „Ich halte Lukas für sehr talentiert, weil er unter anderem extrem handlungsschnell ist. Wenn er nach einem halben oder auch nach einem Jahr wieder bei uns vor der Tür steht, würde ich mich mega freuen“, betont Coach Tim Ebersbach.

Er verliert damit eine seiner ersten Alternativen aus dem ohnehin kleinen Kader, der schon durch die Langzeitverletzten Yannik Malende und Tim Potratz ausgedünnt ist. Auch bei Muniz läuft das Visum Anfang Dezember ab, sodass der RSV womöglich nicht nur für die Defensive auf die Suche gehen muss.

Hinzu kommt, dass die Wümme-Elf seit nunmehr drei Pflichtspielen ohne Torerfolg ist. „Das will ich aber nicht als Trend ausmachen. Wir sind nach vorne nicht tot, das Offensivspiel ist nicht so schlecht. Und gegen Stade wollten wir auch erst mal hinten die Null stehen haben“, betont Ebersbach. Eine erneute Nullnummer beim Tabellenfünften in Lüneburg – er hätte nichts dagegen.

Mit Drewes nach Lüneburg?

Zuletzt lief Stefan Denker auf der von ihm ungeliebten Position des Innenverteidigers auf. „Ich fand ihn da recht stark“, sagt Ebersbach, würde sich die Ballsicherheit des Routiniers aber trotzdem lieber auf der Sechserposition zunutze machen. Das wäre möglich, wenn Timo Kanigowski fit ist. 

Zumindest ins Training ist er wieder eingestiegen. Aber auch Christoph Drewes, Spielertrainer der Zweiten, wäre eine Option, obwohl seine Mannschaft parallel spielt. Wegen einer Gelbsperre dürfte der 31-Jährige in der Kreisliga beim MTSV Selsingen aber nicht auflaufen, in der Landesliga hingegen schon. „Er ist der kopfballstärkste Spieler im Verein“, schließt Ebersbach deshalb nichts aus.

maf

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