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Sönke Prigge feiert Meistertitel auf dem Balkon und geht frühzeitig

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Von: Hendrik Denkmann

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Sönke Prigge umarmt Marvin Bénet (Nummer 23) und macht mit der rechten Hand eine Faust.
Erleichtert: Sönke Prigge feiert seinen Premierentreffer zusammen mit Marvin Bénet (Nummer 23). © Krause

Zwei Tore schoss Sönke Prigge gegen Horstedt. Es waren die entscheidenden Treffer zum Aufstieg in die Kreisliga, weshalb er unser Spieler des Wochenendes ist.

Helvesiek – „Leute, das sieht hier aus, als ob wir Meister geworden sind“, schrieb einer seiner Mannschaftskollegen des SV GW Helvesiek am Montagmorgen in die WhatsApp-Gruppe. Da war Sönke Prigge schon wieder bei der Arbeit. „Ich konnte leider nicht bis zum Ende mitfeiern“, erklärt der Offensivspieler des Teams aus der 1. Fußball-Kreisklasse Süd, der die Aufstiegsfeier nach eigenen Angaben bereits um 20 Uhr verlassen hatte. Zuvor waren ihm im Spiel gegen die SG Horstedt/Mulmshorn die ersten zwei Saisontore gelungen.

Eigentlich eher ungewöhnlich für den sonst so treffsicheren Prigge. „Ich habe die Tore vorher an Max Müller und meinen jüngeren Bruder (Jona Prigge, Anm. d. Red.) abgegeben“, scherzt der 24-Jährige und sieht den Grund aber vor allem im veränderten Spielstil: „Wir schießen viele Tore nach Standards. Eigentlich müsste mir das liegen, aber irgendwie tat es das nicht. Zudem kommen wir viel über Konter, die unsere Stürmer abschließen.“ Seine Saisontore eins und zwei hätten ihm nun aber gutgetan. Vor allem waren es die entscheidenden Treffer zur vorzeitigen Meisterschaft.

Bruder Jona Prigge bei Rüspel-Spiel wieder dabei

Und die wurde anschließend zelebriert. „Unser Co-Trainer Jannik Meyer hat einen großen Balkon. Da haben wir die Feierei von den großen Vereinen nachgestellt. Die Fans sind teilweise auch mitgekommen“, verrät Prigge Details des frühen Sonntagabends. Klar sei gewesen, dass auch er sich dabei das „eine oder andere“ Getränk gegönnt habe.

Nicht mit von der Partie war Jona Prigge. Der jüngere Bruder befindet sich seit Mitte Januar auf Reisen in Mittelamerika. „Er kommt in zehn Tagen wieder – passend zum Rüspel-Spiel. Wir freuen uns, die letzten zwei Partien noch mit ihm zu spielen“, meint Sönke Prigge. Sein älterer Bruder Hauke, ein langjähriger Triathlet, habe sich hingegen „sportlich zurückgezogen“, da er sich beruflich selbstständig gemacht habe.

Beruflicher Umzug nach Hamburg

Veränderungen gibt es auch bei Sönke Prigge. Beruflich bedingt zieht es ihn nach Hamburg, wo er als Unternehmensberater für den Bereich Sport arbeitet. Fußball spielen wird er aber weiterhin in Helvesiek, wo er seit seinem 18. Geburtstag ununterbrochen aufläuft. In der Jugend trug Prigge bis zur D-Jugend das Trikot der JSG Fintau, ehe er für sechs Jahre die Sportart wechselte und bis hoch zur Oberliga in Scheeßel Handbälle warf.

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