VfL Visselhövede verliert Bezirksliga-Partie gegen FSV Langwedel-Völkersen mit 0:2

Not siegt über Elend

Auch Visselhövedes Kai Jager (Mitte), hier im Duell mit Langwedels Spieler Frederik Bormann (rechts), konnte die bittere Niederlage nicht verhindern. - Foto: Woelki

Visselhövede - Für die Fußballer des VfL Visselhövede wird die „Bezirksliga-Luft“ immer dünner: In einem Nachholspiel hat die Mannschaft von Morad Bounoua gestern Abend das Kellerduell gegen den FSV Langwedel-Völkersen vor heimischer Kulisse mit 0:2 (0:0) verloren. Damit rutscht Visselhövede auf den Abstiegsrelegationsplatz ab und muss nun ernsthaft um den Klassenerhalt zittern.

„Wir haben ein ,Sechs-Punkte-Spiel‘ verloren“, zeigte sich Bounoua nach dem Abpfiff enttäuscht: „Das war eine enorm wichtige Partie. Wir haben gegen einen direkten Konkurrenten verloren. Wir hatten die Chance, uns von den Abstiegsplätzen abzusetzen, das hat leider nicht geklappt.“

Die Begegnung war definitiv kein Leckerbissen für die Zuschauer. Vor allem in der ersten Halbzeit spielte Not gegen Elend. Beiden Teams war die Tabellenposition anzumerken, keiner wollte den ersten Fehler machen. Die erste gute Chance hatten allerdings die Gäste, doch nach einer Ecke verfehlte Viktor Heidt das Tor nur knapp (12.). „Vissels“ erste Tormöglichkeit resultierte aus der 20. Minute. Doch der 20-Meter-Schuss von Atdhe Haliti ging knapp am Tor vorbei. Die beste Chance im ersten Durchgang blieb dann aber wieder dem FSV Langwedel-Völkersen vorbehalten. In der 39. Minute stürmte Neuzugang Daniel Throl alleine auf Visselhövedes Schlussmann zu, doch Keeper Jens Wingerning behielt die Nerven und verhinderte den Rückstand.

Auch mit Beginn des zweiten Durchgangs lief es es bei den Hausherren nicht besser – ganz im Gegenteil. Visselhövede ließ sich von Minute zu Minute immer weiter in die eigene Spielhälfte drängen. So war es nur eine Frage der Zeit, wann das erste Tor für die Gäste fallen musste. Das war dann in der 59. Minute soweit, nachdem der agile Throl sich auf der linken Seite durchgetankt hatte, legte er den Ball in den Rücken der Abwehr und Frederik Bormann drückte das Leder aus kurzer Distanz über die Linie.

Nun war der VfL Visselhövede komplett von der Rolle. Es gab überhaupt keine Gegenwehr mehr. Man hatte fast den Eindruck, dass sich die Mannschaft ihrem Schicksal ergab. So verwunderte es auch nicht, dass „Vissel“ eine Minute vorm Abpfiff durch Throl das 0:2 kassierte.

„Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen. Zwar war die erste Hälfte sehr zerfahren, dafür haben wir es in der zweiten Hälfte klasse gemacht. Das war ein ganz wichtiger Sieg“, freute sich Langwedels Trainer Benjamin Nelle.

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