Sieg über 200 Meter Schmetterling

Schöpke knackt den Weltrekord

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Günter Schöpke stellt bei den Norddeutschen Meisterschaften Weltrekord auf.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Das ist ein echter Paukenschlag: Gleich um sechs Sekunden hat Günter Schöpke bei den norddeutschen Meisterschaften der Masters in Braunschweig über 200 Meter Schmetterling den bisherigen Weltrekord der Altersklasse 75 unterboten. Mit seiner Zeit von 3:25,89 Minuten ist der 74-jährige Schwimmer des TuS Rotenburg nun neuer Halter der Bestzeit. Zuvor hatte diese der Ludwigshafener Werner Müller für sechs Jahre inne.

In seiner Paradedisziplin hält der „Albatros“ nun gleich drei Weltrekorde. Neben der Altersklasse 75 ist er auch der Schnellste in der AK 65 und 70. „Ich hatte im Training gar nicht gezielt auf die Weltbestzeit hingearbeitet. Umso überraschter war ich, als mir mein Berliner Konkurrent Bert Schröder erzählte, dass mit meinen bisher gezeigten Leistungen ein neuer Weltrekord drin sei. Umso glücklicher war ich, als ich am Ende mit Rekordzeit anschlug“, erinnert sich Günter Schöpke.

Auch bei seinem zweiten Start in Braunschweig bewies der Rotenburger über 50 Meter Schmetterling seine herausragende Klasse und siegte in 37,70 Sekunden. „Leider haben mir sechs Zehntelsekunden gefehlt, sonst hätte ich einen weiteren Weltrekord aufgestellt“, erklärt der Ausnahmeschwimmer im Gespräch mit der Rotenburger Kreiszeitung.

Bei den Masters in Braunschweig waren zahlreiche Sportler aus 125 Vereinen in den verschiedenen Altersklassen auf der 50-Meter-Bahn im Heidbergbad mit dabei. Wer bis im Seniorenalter an Wettkämpfen teilnehmen will, „muss gesund sein, einen eisernen Willen haben und viel trainieren“, so Schöpke. „Ich bin täglich im Schwimmbad und mache Krafttraining, Gymnastik und schwimme rund 2000 Meter“, verrät der Weltrekordhalter, der rund zwei Wochen vor den Wettkämpfen das Krafttraining forciert und die Schwimmstrecke bis auf 4000 Meter verlängert hat.

Diese viel Disziplin erforderliche Vorbereitung habe sich ausgezahlt. Schöpke ist aber noch lange nicht „satt“. Am 14. April reist er zu den internationalen Masters nach Köln. Dort will der dreifache Sportler des Jahres – diesen Titel gewann er 1993, 2010 und 2011 – über 200 Meter Schmetterling und 400 Meter Freistil erneut auf sich aufmerksam machen und sich einen Platz auf dem Podest sichern.

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