Sieben auf einen Streich

Warum die Vereine aus der Samtgemeinde Sottrum den JFV Union 18 gründen wollen

Sieben Vereine der Samtgemeinde Sottrum wollen den Jugendfußball voranbringen. - Foto: Freese
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Sieben Vereine der Samtgemeinde Sottrum wollen den Jugendfußball voranbringen.

Sottrum - Von Matthias Freese. Die Mitglieder von drei Vereinen haben bereits zugestimmt, bei den anderen vier soll das bis Anfang März geschehen. Ab dem Sommer wollen der TV Sottrum, TV Hassendorf, SV Horstedt, TuS Reeßum, TuS Hellwege, TSV Bötersen/Höperhöfen und der SV Taaken im Jugendfußball gemeinsame Sache machen und ihre Nachwuchsteams in einem Juniorenförderverein zusammenführen. Einen Namen für den Samtgemeinde-Club gibt es bereits: JFV Union 18.

Sieben Vereine aus der Samtgemeinde unter einem Hut – das gab es im Fußball noch nie. Einzig der TuS Ahausen hat dankend abgelehnt. Er fühlt sich bei der JSG KAWU wohl und will ihr die Treue halten. Die anderen Vereine sind derzeit noch in der JSG Wümme (TV Sottrum und TuS Hellwege), der JSG Wieste (TuS Reeßum, SV Horstedt und TSV Bötersen/Höperhöfen), allein (TV Hassendorf) oder gar nicht (SV Taaken) im Jugendbereich unterwegs.

Eitelkeiten in die Schublade gesteckt

„Wir können doch alle die Jahrgänge nicht mehr komplett melden“, schildert Thomas Holzkamm, Spartenleiter des TV Sottrum, die alle betreffende Problematik im Nachwuchsbereich. Beispiel: Da die JSG Wümme im vergangenen Jahr keine U 18 mehr hatte, ging sein Sohn Lennart zum JFV Rotenburg.

Zusammen mit seinen Sottrumer Mitstreitern Helmut Lange und Bernd Rosebrock schlug Holzkamm also in Hassendorf auf, um über eine Zusammenarbeit zu sprechen. Daraufhin schlugen die Hassendorfer die Idee eines neuen Vereins vor. „Ich bin froh, dass alle dieses Vereinsdenken sofort abgelegt und Eitelkeiten in die Schublade gesteckt haben“, betont Holzkamm. „Es geht darum, gemeinsam den anderen Vereinen mal ein bisschen Konkurrenz entgegenzusetzen, da die sonst versuchen, die Spieler als C-Jugendliche wegzulotsen“, ist Sven Gerla, der zweite Vorsitzende des TV Hassendorf, mit seiner Fußballsparte ein Fürsprecher. Er rechnet auch damit, dass es in der eigens anberaumten Mitgliederversammlung seines Clubs die nötige Überzeugungsarbeit leisten kann. Nur wenn alle Vereine dabei sind, soll der JFV Union 18 starten.

Vereinsgründung ist Herzensangelegenheit

Holzkamm rechnet mit mindestens 300 Nachwuchskickern in ungefähr 15 Teams – eher mehr. Allein 140 Kinder steuert der TV Sottrum bei, rund 120 der TV Hassendorf. Jeder Verein soll im Vorstand des JFV Union 18 vertreten sein, die Mitglieder zahlen in ihre Stammvereine ein, diese dann in den JFV. Mit Rat und Tat stand übrigens Dennis Schlifelner, Vorsitzender des 2015 gegründeten JFV Wiedau Bothel, zur Seite. Holzkamm betont: „Es ist uns eine Herzensangelegenheit, diesen Verein zu gründen.“

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