„Sie ist mein Vorbild“ 

Hurricanes-Talent Lotta Stach eifert ihrer großen Schwester nach

Auf dem Weg nach vorne: Lotta Stach strebt mit den Hurricanes die Qualifikation für die Nachwuchs-Bundesliga und zudem auch noch den Sprung ins Damenteam an. - Foto: Freese

Rotenburg - Von Michel Matthies. Sie ist die kleine Schwester von Emma Stach, die seit knapp drei Jahren bei den Gonzaga Bulldogs in der amerikanischen College-Liga NCAA für Aufsehen sorgt – und Lotta Stach ist auf dem besten Weg, ähnlich erfolgreich zu werden. Jedenfalls hat die noch 14-Jährige beste Chancen, bereits zur neuen Saison in den Zweitliga-Damen-Kader der Avides Hurricanes zu rücken.

Ihre sechs Jahre ältere Schwester debütierte damals als jüngste deutsche Spielerin aller Zeiten mit 13 in Liga zwei, ein Jahr später sogar im Oberhaus für die Hurricanes und wurde Rookie des Jahres 2012. „Sie ist mein Vorbild, von dem ich noch so viel lernen kann“, sagt Lotta Stach, die schon von klein auf Basketball spielt und ebenfalls als unheimlich talentiert gilt.

Vor drei Jahren wechselte auch sie von den Wild Girls Buchholz zu den Hurricanes, wo sie mit der U 15 in der Landesliga spielt. Mit ihrem Team ist sie gerade zum zweiten Mal in Folge Landesmeister geworden. Zudem stehen am Wochenende die Norddeutschen Meisterschaften an. Die Crew von Tomas Holesovsky macht den Anfang in Ahrensburg. Gegner der Vorrunde sind der SC Rist Wedel und der TuS Lichterfelde.

Beim Sichtungsturnier „Talente mit Perspektive“ belegte Lotta Stach neben ihrer Teamkollegin Nike Fortmann mit der niedersächsischen Auswahl Platz zwei hinter Nordrhein-Westfalen II. Mit dem Nachwuchs der Hurricanes steht aber noch ein anderes Projekt an: „Unser nächstes Ziel ist die Qualifikation für die Nachwuchs-Basketball-Bundesliga.“

Vier Mal die Woche steht Lotta Stach in der Halle, hinzu kommen die Spiele. Doch sie betont: „Schule geht vor – jedenfalls vor dem Training. Manchmal muss es sogar vor einer wichtigen Arbeit ausfallen.“ Dennoch lässt sie sich davon nicht aufhalten und kämpft dafür, es ihrer Schwester gleichzutun. Dafür nimmt sie auch einen Schulwechsel, wie es Emma Stach schon getan hat, in Kauf. Sie wird das Gymnasium in Buchholz nächstes Jahr verlassen und an die Eichenschule wechseln, um ihren Traum besser verwirklichen zu können.

Die sportliche Vergangenheit der beiden Schwestern sieht ziemlich identisch aus. Doch ob sich die Zukunft auch ähneln wird? „Das steht für mich noch nicht fest. Auf jeden Fall bin ich offen für alles“, sagt Lotta Stach, die ihren Erfolg auch den Eltern zu verdanken hat: „Sie sind immer für mich da und unterstützen mich in jeder Hinsicht. Sie fahren mich immer zum Zug, zum Training, zu den Lehrgängen und begleiten mich zu Auswärtsspielen.“ Ohnehin sind die Stachs eine sportliche Familie. Mutter Julia hat hochklassig Handball gespielt, Vater Matthias war schon Tennis-Weltmeister der Journalisten. Und Bruder Anton spielt erfolgreich Fußball in der U 19 des VfL Osnabrück.

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