Shootingstar des RSV künftig in Liga drei für die U23 am Ball / „Richtig geil“

Costlys Coup: Wechsel zu Mainz 05 ist perfekt

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Nach dem letzten Saisonspiel wurde Marcel Costly von RSV-Boss Henri Ohlmann verabschiedet. Künftig wird der „Aufsteiger der Saison“ für Mainz 05 spielen.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Jetzt hat Marcel Costly das lange gehütete Geheimnis gelüftet: Der 18-jährige Shootingstar des Rotenburger SV erhält beim 1. FSV Mainz 05 einen Zwei-Jahres-Vertrag und läuft dort künftig für die U 23 auf. Er wechselt also von der Fußball-Oberliga in die 3. Liga.

„Mainz finde ich richtig geil“, freut sich Costly über den Sprung. Und ergänzt lachend: „Mit der Mannschaft habe ich schon immer bei FIFA gespielt.“ Doch ab sofort ist es kein Computerspiel mehr für den Visselhöveder, sondern Realität! Schon vor ein paar Wochen wurde der Amateurvertrag unterschrieben, jetzt gab auch der Verein grünes Licht, um den Wechsel publik zu machen. Und zwar, nachdem die zweite Mannschaft am Wochenende über die Relegationsspiele gegen die TSG Neustrelitz den Aufstieg in die dritte deutsche Profiliga realisiert hatte.

Gleich mehrere Clubs hatten Costly gejagt – unter anderem der TB Uphusen, die SV Drochtersen/Assel, der Heeslinger SC, der Bremer SV und auch Hansa Rostock, wo er ein Probetraining absolviert hatte. Den Zuschlag erhielt jedoch Mainz 05, nachdem der Offensivspieler dort im April drei Tage lang beim Team des Schweizers Martin Schmidt vorgespielt hatte. „Mainz hat eines der besten Leistungszentren in Deutschland. Es hat mir da sehr gut gefallen, auch das Drumherum“, berichtet Costly.

Nie zuvor hatte ein Spieler des Rotenburger SV innerhalb eines Jahres wohl solch eine Entwicklung genommen. Aus der A-Jugend des FC Verden 04 war Marcel Costly im letzten Sommer zurück an die Wümme gekommen. Bereits am zweiten Spieltag stand er in der Partie beim Lüneburger SK Hansa in der Startelf und debütierte in der Oberliga – mit 17 Jahren und neun Monaten! Von da an ging es steil bergauf mit ihm. Costly, aufgrund seiner Schnelligkeit meist auf dem rechten Flügel oder auch als Stürmer aufgeboten, kam letztlich auf 24 Startelf-Einsätze, war mit acht Toren bester Goalgetter des RSV und kassierte lediglich eine Gelbe Karte. „Ich habe sehr viel gelernt beim RSV. Benjamin Duray ist der beste Trainer, den ich jemals hatte, aber auch Björn Mickelat oder Tim Ebersbach haben mir sehr viele Tipps gegeben. Ich kenne niemanden, der so einen überragenden Fußball spielt wie Mickelat!“, lässt sich in Costlys Worten unschwer große Dankbarkeit erkennen.

Dass er den nächsten Schritt gehen musste, war eine logische Folge. „Ich möchte weiterkommen. Dieses Angebot konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen, es hat halt alles gepasst“, sagt er. Dass es sein Ziel ist, sich über die Reserve in die erste Liga bei Mainz zu spielen, ist ebenso logisch. „Aber erstmal will ich mich in der U23 durchsetzen und noch mehr dazulernen“, bleibt Costly gewohnt bescheiden.

Am 17. Juni zieht er um, dafür gibt er auch seine in Delmenhorst begonnene Ausbildung zum Physiotherapeuten auf. „Ich mache das hauptberuflich und konzentriere mich nur auf Fußball! Ich habe da eine eigene Wohnung fünf Minuten vom Platz“, verrät der Youngster mit amerikanischen Wurzeln. Auch zur U20 der USA bestehen deshalb inzwischen Kontakte. „Aber alles Schritt für Schritt“, betont Costly.

Dem RSV bleibt übrigens ein attraktives Trostpflaster, sollte Costly bis zu seinem 23. Lebensjahr den Sprung in Liga eins oder zwei schaffen. Dann nämlich gibt es eine satte Ausbildungsentschädigung.

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