Shay Selby beendet die Krise bei den Hurricanes und reißt alle mit

„So eine brauchen wir“

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Ab sofort geht der Blick für Shay Selby und ihre Hurricanes wieder nach oben.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Es war nur ein Zufall, ein blöder Zufall: Als Shay Selby Mitte Oktober ihr erstes Spiel für die Avides Hurricanes absolvierte, begann ausgerechnet auch die Negativserie von sechs Niederlagen in Folge. Doch nun hat die US-Amerikanerin ihren Basketball-Bundesligisten aus dem Tief herausgeführt.

Die Aufbauspielerin war die entscheidende Akteurin ihres Teams – und feierte mit dem 90:80-Erfolg bei den ChemCats Chemnitz ihren ersten Punktspielsieg mit den Hurricanes. 23 Punkte und zehn Rebounds standen für sie in der Statistik. „Es war definitiv mein bestes Spiel, seitdem ich hier bin“, weiß auch die 25-Jährige aus Cleveland und scheint inzwischen bei den Hurricanes angekommen zu sein. „Das war wieder ich, so wie ich mich kenne, nachdem ich in einer Art Krise war.“

Logisch, dass hinterher alle voll des Lobes waren. So etwa Mitspielerin Laura Rahn, die selbst mit ihren Dreiern ganz wichtige Akzente gesetzt hatte: „Shay hat individuell als auch für das Team ein super Spiel gemacht. Sie hat uns in der Offense wie in der Defense mitgerissen. So eine Spielerin brauchen wir – und eben das hat uns die vergangenen Spiele gefehlt“, betont der Routinier.

Auch Coach Tomas Holesovsky hatte nichts zu meckern. „Das ist die Leistung, die ich aus Tschechien von ihr kenne“, erinnert er sich an die Saison 2012/2013, als Selby bei Aldast Strakonice gespielt hatte. Im vergangenen Sommer stand sie bereits bei den Panthers Osnabrück unter Vertrag, war dort aber plötzlich nicht mehr gewollt – die Hurricanes griffen angesichts ihrer Personalprobleme im Oktober zu. Zwar erwischte Selby bei ihrem Debüt gegen den Herner TC ein starkes erstes Viertel, anschließend vermochte sie ihre wahre Klasse aber kaum auszuspielen. Das gelang ihr nun über fast 40 Minuten in Chemnitz. „Der Coach hat mich auf den Flügel versetzt, das hat mir mehr Möglichkeiten zum Punkten gegeben“, nennt sie einen Grund für ihre Leistungsexplosion. Dass der nur 1,73 Meter großen Amerikanerin sogar zehn Rebounds gelangen, überraschte sie selbst nicht. „Ich habe es schon immer geliebt zu rebounden, nur in letzter Zeit kamen die Bälle nicht so zu mir.“

Also trainierte sie noch härter, noch intensiver. Und freute sich auch über die Übungseinheiten mit den Oberliga-Herren. „Ich mag es, gegen die Jungs zu spielen, ich habe es mein ganzes Leben lang getan und denke, es kann sehr nützlich für unsere Härte sein. Ich habe auch versucht, noch fokussierter direkt zum Brett zu gehen und aggressiver zu sein.“

Haben die Hurricanes ihr Tief damit verlassen und dürfen sich doch wieder den Play-off-Rängen widmen? „Ich denke, das Team findet langsam zusammen, sodass wir hoffentlich aus dieser Krise herauskommen und unseren Weg hin zu den vorderen Plätzen der Liga gehen“, ist Shay Selby jedenfalls optimistisch.

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