„In einer richtigen Stadt etwas Neues erleben“ / Wohlbergs Verbleib ist noch ungewiss

Seyer folgt Senger nach Chemnitz

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Kehrt dem Team von Coach Christian Greve den Rücken: Birte Seyer geht künftig für die ChemCats Chemnitz auf Korbjagd.

Scheessel - Von Matthias FreeseDie ChemCats Chemnitz werden immer mehr zum Anlaufpunkt ehemaliger Scheeßelerinnen. Judith Schmidt, inzwischen beim USC Freiburg, machte einst den Anfang. Katharina Wohlberg stieg mit den Katzen aus Sachsen erst im Frühjahr wieder ins Oberhaus des Basketballs auf. Und nun folgt dem neuen Coach Roland Senger auch noch Nachwuchsspielerin Birte Seyer von den Avides Hurricanes.

Dass die 18-jährige Seyer ihren Heimatclub nach dem Abstieg aus der ersten Liga aus Studiumsgründen verlassen würde, war recht frühzeitig klar. Der Wechsel nach Chemnitz, wo die Centerin weiter in Deutschlands höchster Klasse spielen kann, überrascht allerdings schon. „Für mich stand es von Anfang an fest, dass ich nach meinem Abi neben meinem Studium weiterhin Basketball spielen würde und mich weiter entwickeln wollte, am liebsten in der ersten oder zweiten Bundesliga. Nach fünf Jahren in Scheeßel und dem Dorfleben in meinem Heimatort Kalbe wollte ich unbedingt in eine richtige Stadt ziehen und etwas Neues erleben“, erklärt sie ihre Beweggründe. „Als ich mich umgehört habe und mit dem Manager in Chemnitz telefoniert habe, war ich positiv beeindruckt. Von beiden Seiten hat es sofort gepasst. Außerdem kenne ich Trainer Roland Senger ja bereits schon aus Scheeßel und habe richtig viel bei ihm gelernt.“

An der Hochschule Mittweida wird Birte Seyer Wirtschaftsingenieurswesen studieren. „Sowohl das Bild von der FH, die auch besonders Rücksicht auf Leistungssportler nimmt, als auch vom Management der ChemCats und natürlich vom Stadtleben haben mir sofort zugesagt“, erzählt sie.

Seyer, die unter Senger schon in der U17 der Hurricanes in der Nachwuchsbundesliga gespielt hatte, debütierte unter dem Coach vergangenes Jahr in der ersten Liga, zog sich zwischenzeitlich dann zurück und half zum Saisonende unter Christian Greve noch im Abstiegskampf aus. Dort zeichnete sie sich durchaus aus. Die Stärken der noch jungen 1,83 Meter großen Centerin weiß Trainer Senger zu schätzen: „Ich habe die Entwicklung von Birte in den letzten Jahren miterlebt. Sie ist eine sehr talentierte Innenspielerin, die in Chemnitz jetzt weiter an das Bundesliganiveau herangeführt wird. Talentierte Deutsche sind natürlich Gold wert und durch das Studium kann man sie längerfristig binden und entwickeln.“

Noch ungewiss ist derweil die Zukunft der Centerin Katharina Wohlberg in Chemnitz. „Mit ihr sind wir noch in den Verhandlungen, das gestaltet sich aufgrund der Entfernung nicht so einfach“, verweist Senger darauf, dass die in Scheeßel aufgewachsene Lehrerin in Leipzig wohnt. Der Coach erwartet in den nächsten Tagen eine Entscheidung.

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