Beim 59:75 gegen Stade wehen lustlos wirkende Hurricanes wie ein laues Lüftchen

Senger faucht: „Mannschaft ist jetzt in der Bringschuld“

Marius Zemaitis (am Ball, gegen Kester Mayr) versuchte immer wieder, die Initiative zu übernehmen. Doch auch dem Litauer im Trikot der BG ’89 gelang nicht alles.

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseROTENBURG · So weit ist es schon gekommen: Roland Senger hat seine schützende Hand über den Basketballern der BG ’89 Hurricanes weggezogen und sein Team heftigst gescholten. „Die Mannschaft ist in der Bringschuld und muss jetzt mal den Arsch hochkriegen“, fauchte der Coach nach dem phasenweise desaströs-emotionslosen Auftritt und der 59:75 (25:46)-Heimpleite gegen den Klassenprimus VfL Stade.

Die Nerven lagen blank, die Stimmung war ähnlich eisig wie die Temperaturen in der Pestalozzihalle. Vor weniger als 70 Zuschauern konnte sich der Bezirksrivale aus Stade auf Tino Rohde (29 Punkte) sowie Kedrick Johnson (19) verlassen, musste aber nie sein wahres Leistungsvermögen abrufen, weil die Hurricanes wie ein laues Lüftchen wehten.

„Von vielen Leistungsträgern muss auch verbal mehr kommen“, betonte Senger. Die Kommunikation beim Kellerkind – sie war tatsächlich so verhalten wie im Wartezimmer beim Arzt. Und ein Patient sind die kränkelnden Hurricanes definitiv! Aber eben noch längst

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kein eingeschworener Haufen. „Wir müssen uns erst finden“, verwies Center Frederic Nitsch auf die etlichen Fluktuationen und die erst vor wenigen Wochen gekommenen Neuzugänge Marius Zemaitis und Cai Kaiser. „Die Mannschaft ist überhaupt noch nicht zusammengewachsen. Das ist ein Prozess, den wir hoffentlich vor Saisonende hinbekommen“, erklärte auch Senger.

Doch als Ausrede für „schlechte Wurfentscheidungen“, eine den Trainer „persönlich enttäuschende Einstellung“ und einen viertelübergreifenden 22:0-Run der Stader hält dieses Argument nicht her. Selbst Frederic Nitsch gestand einen „lustlosen“ Auftritt ein und meinte: „Wir haben uns teilweise zu dumm angestellt.“ Dem 19-jährigen Center ist dabei noch am wenigsten ein Vorwurf zu machen. Er wies eine gute Quote auf, war mit 17 Punkten bester Scorer der BG ’89 und fing noch so manches weg. Auch Debütant Alexander Peters, der sogar einige Minuten Einsatzzeit erhielt, ist frei von jeder Schuld. Aufbauspieler Marius Zemaitis versuchte immerhin, die Initiative zu ergreifen, doch gelang auch ihm nicht allzu viel.

Entscheidend war aber wohl, dass Top-Scorer Joni Kaiser (14 Punkte) abgemeldet war. „Wir haben ihn sehr gut verteidigt, so dass er seine Show nicht machen konnte“, freute sich Stades Coach Matthias Weber, der übrigens bei der BG ’89 das Basketball-Einmaleins erlernt hatte und deshalb fast schon flehend bemerkte: „Die BG ’89 steigt nicht ab – das will ich einfach nicht.“ Frederic Nitsch konnte ihn da beruhigen: „Die Liga werden wir hundertprozentig halten.“ Doch um das zu schaffen, ist „es Zeit aufzuwachen. Die Mannschaft ist gefordert, da muss mehr Gegenwehr kommen“, sprach Senger Tacheles.

BG ’89 Hurricanes:Godfrey, Peters, C. Kaiser (9), Riebesell, Zeamitis (11), Nitsch (17), J. Kaiser (14), Wohlberg (6), Klemp (2).

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