Seltenes Double-Double für Mankertz

93:40 – Hurricanes feiern gegen Alba Berlin höchsten Zweitliga-Heimsieg

Andrea Baden (am Ball) kommt aus der Mitteldistanz zum Wurf. 18 Punkte steuerte die 22-Jährige zum 93:40-Heimsieg bei – persönlicher Saison-Bestwert für sie. - Fotos: Freese
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Andrea Baden (am Ball) kommt aus der Mitteldistanz zum Wurf. 18 Punkte steuerte die 22-Jährige zum 93:40-Heimsieg bei – persönlicher Saison-Bestwert für sie.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Auch wenn es erst der dritte Saisonsieg war – unter Trainer Christian Greve gehen die Basketballerinnen der Avides Hurricanes weiter auf Rekordjagd. Höher als beim 93:40 (52:17) gegen Aufsteiger Alba Berlin hat das Team um Kapitänin Pia Mankertz in der zweiten Liga noch nie in eigener Halle gewonnen.

Erst vor drei Wochen hatte es beim ASC Mainz mit 115:41 sogar den deutlichsten Vereinssieg aller Zeiten in dieser Spielklasse gegeben. Zwar liegen die Hurricanes nun nur noch zwei Punkte hinter den Play-off-Plätzen, allerdings reißen die Personalsorgen vor der Auswärtspartie beim Tabellenvierten Falcons Bad Homburg am nächsten Sonntag nicht ab.

„Vielleicht kommen ja jetzt mal wieder mehr Zuschauer“, bemerkte Andrea Baden angesichts der knapp 140 Besucher, die in der Pestalozzihalle eine beeindruckende und temporeiche Vorstellung der Hurricanes zu sehen bekommen hatten. Baden hatte gleich 18 Punkte und sechs Rebounds dazu beigesteuert. 

Auf sechs Punkte und vier Rebounds bei 16 Minuten Einsatzzeit war Birte Riebesell gekommen. Sie hatte im siebten Saisonspiel ihr Debüt in dieser Serie gegeben. Doch ihr Einsatz bleibt eine Ausnahme, wie die 21-Jährige bestätigte. „Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, aber es bleibt dabei, dass ich nur aushelfe. Ich habe inzwischen andere Prioritäten gesetzt“, erklärte Riebesell, die vor allem die langen Auswärtsfahrten stören. 

Mirja Beckmann (l., gegen Meret Kleine-Beek) stand als einzige Hurricanes-Spielerin 40 Minuten auf dem Feld.

Greve hätte die Centerin gerne häufiger dabei. „Ich weiß schon, was ich an ihr habe. Aber ich habe mich damit arrangiert. Das ist okay für mich“, betonte er. Gegen Berlin sprang das Eigengewächs ein, weil die Hurricanes sonst nicht die erforderliche Anzahl von acht Spielerinnen hätten aufbieten können. 

Neben Kama Griffitts (Knochenprellung) und Melda Tölle (Kreuzbandriss) hatte sich auch Vivien Stoll (Grippe) abgemeldet. Frühzeitig reduzierte sich der Kader weiter, als Tuba Poyraz Ende des ersten Viertels mit einer schmerzhaften Oberschenkelverletzung ausschied. „Ein falscher Antritt im falschen Moment – ich hoffe, es ist nur eine Zerrung“, so Greve.

Auch Alba Berlin war nur zu acht sowie ohne die international erfahrenen Noémie Rouault und Ireti Amojo angereist. Zudem war für die beste Korbjägerin Lucy Reuß nach einem Zusammenprall mit Mitspielerin Meret Kleine-Beek bereits in der achten Minute vorzeitig Schluss.

Verletzten-Trio mit „Neuzugang“ Tuba Poyraz in der Mitte. Melda Tölle (l.) fällt lange aus, Kama Griffitts soll jetzt wieder einsteigen.

Ohnehin waren die Gäste mit ihrem Durchschnittsalter von 18 Jahren schlichtweg zu unerfahren, um mitzuhalten. Es wirkte, als würde ein Farmteam eine Lehrstunde erhalten. Die Hurricanes hatten schon nach fünf Minuten einen 14:0-Vorsprung erzielt und dabei nahezu jeden Angriff erfolgreich abgeschlossen. Beim 30:7 nach dem ersten Durchgang war das Spiel längst entschieden. 

„So wollten wir starten – mit Vollgas und hoher Intensität. Und wir sind im Angriffs-Modus geblieben“, bemerkte Greve. Erst im letzten Viertel ließen es die Gastgeberinnen „gemütlich“ ausklingen. Frühzeitig gönnte Greve trotz der kleinen Rotation auch Pia Mankertz und Alecia Cooley zeitgleich Phasen der Pause. Dennoch gelang beiden ein Double-Double. Für Cooley war es mit 19 Punkten und zwölf Rebounds bereits das vierte in der Saison. 

Die doppelte zweistellige Ausbeute für Mankertz ist umso bemerkenswerter, weil zwölf Assists (neben 24 Punkten) eher selten vorkommen. Zweistellig erfolgreich war auch die komplett durchspielende und auffällige Mirja Beckmann mit 17 Punkten und sieben Rebounds, während Hannah Pakulat zwölf Bälle einsammelte. 49:25 lautete am Ende das Reboundverhältnis, 115:4 gar die Effektivitätsbilanz. 

„Das sind schon gute Werte, aber das Spiel hat es auch zugelassen“, relativierte Greve ein wenig. Berlin hatte in dieser Konstellation nicht mehr als Regionalliganiveau zu bieten. „Natürlich bringen uns aber auch solche Partien weiter, um Situationen im Spiel zu lernen“, stellte der Hurricanes-Coach klar.

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