Startnummer 7: Lukas Misere

Lukas Misere

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Wenn Lukas Misere erst zum Wurf ansetzt, ist es für die Gegner schon zu spät – dann zappelt der Ball meist im Netz.

Rotenburg - Lukas Misere hat Verständnis für seine Gegenspieler. „Mir würde es auch auf die Nerven gehen, wenn mein Mann zweistellig treffen würde“, gesteht der Goalgetter des Handball-Verbandsligisten TuS Rotenburg, der nicht selten unfair gestoppt wird. „Das ist eben der Sport, sonst müsste ich Schach spielen, wenn ich keinen Körperkontakt haben möchte. Und da ich von der Gewichtsklasse den meisten unterlegen bin, falle ich auch schon mal schneller“, erklärt er mit Humor.

Der amtierende Sportler des Jahres lässt sich jedoch nur schwer aufhalten und ist gerade drauf und dran, seinen Verein in die Oberliga zu ballern. In dieser Saison hat der Linksaußen seinen Torschnitt auf sagenhafte 10,6 Treffer pro Partie hochgeschraubt. „Persönlich ist es natürlich schön, auf einem so hohen Niveau so oft zu treffen“, räumt der 21-Jährige ein. „Aber das ist doch zweitrangig. Im Vordergrund steht, dass wir als Team gut dastehen und die Punkte holen.“ Die Punkte für den Aufstieg wohlgemerkt. „Das ist auf jeden Fall mein Ziel in dieser Saison mit dieser Mannschaft“, betont der Groß- und Außenhandelskaufmann.

Noch immer wurmt es ihn, dass dieses Unterfangen im vergangenen Jahr so knapp scheiterte, doch ist er überzeugt, dass es dieses Mal gelingt. „Wir haben einen Zusammenhalt in Mannschaft und Verein, den man selten sieht. Da steht jeder hinter einem. Und das ist auch das, was mich stark macht“, nennt Misere ein simples Erfolgsrezept. Er selbst ist mit seiner Leistung dabei selten zu 100 Prozent zufrieden. „Ich bin von Typ her ein Mensch, der sich immer verbessern will und immer noch einen Kritikpunkt findet. Vor allem in der Abwehr möchte ich mich noch verbessern.“ Coach Nils Muche hat ihn dort auf die Außenposition beordert, „da hat man den entspanntesten Job“, merkt der Tempogegenstoßspezialist schmunzelnd an: „Aber dafür bin ich halt schneller auf den Beinen.“

Und da er gerne in der Halle ist, sieht man ihn nicht nur oft auf der Tribüne bei den Basketballspielen der Avides Hurricanes, sondern auch bei der eigenen A-Jugend auf der Bank. Misere hat dort den Posten des Co-Trainers an der Seite von Lennart Lingener inne. „Die Jungs sind spitze“, erzählt er begeistert. 

maf

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