Bothels Stürmer feiert mit Dreierpack fulminantes Comeback / „War wie früher“

Selbst ein Knorpelschaden hält Cedric Ahrens nicht auf

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Bothels Angreifer Cedric Ahrens zeigt, dass ihm sein rechtes Knie trotz eines Knorpelschadens vierten Grades wie durch ein Wunder keine Schmerzen mehr bereitet. ·

Bothel - Von Mareike Ludwig. Vor knapp zwei Jahren musste er seine Fußballschuhe an den Nagel hängen. Die schmerzliche Diagnose lautete damals: Knorpelschaden vierten Grades! Mit diesem vollständigen Defekt im rechten Knie war an Sport nicht mehr zu denken.

Der 26-jährige Goalgetter des TuS Bothel ließ sich aber nicht unterkriegen und kämpfte sich durch hartes Training zurück. Am Sonntag feierte er gegen den TuS Reeßum ein fulminantes Comeback in der 1. Kreisklasse. Auf Anhieb steuerte der Botheler zum 6:2-Heimsieg in nur 45 Minuten drei Treffer bei.

Fast genau auf den Tag zwei Jahre ist es mittlerweile her, dass Ahrens sein letztes Tor für die Erste geschossen hat. „Das war damals noch zu Kreisliga-Zeiten gegen den TV Stemmen. In dem Spiel hatte ich sogar zwei Treffer erzielt“, erinnert er sich.

„Für mich ist es ein Wunder, dass Cedric überhaupt wieder spielen kann. Er ist in Topform und hat seine Klasse sofort wieder unter Beweis gestellt“, freut sich Bothels Trainer Peter Ullrich, der seinen Angreifer nicht mehr missen will: „Er hat in 45 Minuten auf Anhieb drei Tore gemacht, dafür brauchen andere drei Tage.“

Bis dahin war es aber eine lange Leidenszeit, die der angehende Heilerziehungspfleger durchmachen musste. „Ich hatte mich schon aufgegeben“, erzählt der Goalgetter. Kein Wunder, schließlich hatte der Stürmer zunächst sogar in Alltagssituationen – wie beim Treppensteigen – Schmerzen. Wer den Botheler aber kennt, weiß, dass er ein Fußballer durch und durch ist und ohne Ball am Fuß nicht glücklich sein kann. Somit entschied er sich vergangene Saison, in der Reserve ins Tor zu gehen. „Als Keeper ist die Belastung ja nicht so hoch. Die konnte ich mit meinem Knie aushalten“, sagt Ahrens, der sich damit aber nicht zufrieden gab: Er wollte unbedingt zurück ins Feld.

Daher ist er seit knapp vier Monaten regelmäßig in der Reha. „Dort habe ich meine Oberschenkel- und Kniemuskulatur richtig aufgebaut und gestärkt. Mein Knie funktioniert momentan sehr gut. Es kann natürlich sein, dass die Schmerzen wieder ausbrechen, aber daran denke ich nicht. Ich will jetzt einfach so lange wie möglich wieder Fußballspielen“, so Ahrens.

Das harte Training zahlte sich aus: Diese Saison stand er bereits vier Mal für die Reserve in der 2. Kreisklasse auf dem Platz und steuerte acht Tore bei. Kein Wunder, dass nun Ullrich wieder auf ihn aufmerksam wurde und Ahrens zurück in die Erste holte. „Eigentlich wollten wir noch bis zur Winterpause warten, doch Cedric ist so gut drauf. Wir brauchen ihn und seine Tore. So ein Spieler ist in der Region einzigartig“, zeigt sich Ullrich begeistert.

Und auch Ahrens selbst kommt aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. „Es war wie früher. Tim Beyer und Uli Keller kennen meine Spielweise noch von damals. Die beiden haben mich gesucht und mit langen Bällen geschickt. Das hat so viel Spaß gemacht.“

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