RSV seit vier Spielen punktlos / Drewes zurück im Kader

„Von einer Krise sind wir weit entfernt“

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Denkpause beendet: Christoph Drewes steht gegen Wolfsburg wieder im Kader – und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch von Beginn an wieder im Abwehrzentrum.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Vier Niederlagen in Serie, seit drei Spielen ohne eigenen Treffer, in den letzten zwei Partien acht Gegentore kassiert – steckt der Rotenburger SV in der noch recht jungen Saison der Fußball-Oberliga in seiner ersten Krise? Die Zahlen sprechen dafür, der Trainer wehrt sich strikt dagegen: „Von einer Krise sind wir weit entfernt!“, erklärt Jan Fitschen mit Nachdruck. Sollte aber auch im Heimspiel gegen Lupo Martini Wolfsburg morgen (14 Uhr) kein Punktgewinn gelingen, wird die Lage allmählich ernst.

Doch warum läuft es nach dem guten Saisonstart momentan nicht mehr rund, warum liegt der RSV mit sechs Punkten auf dem ersten Abstiegsplatz? Die Gründe sind vielschichtig.

„Wenn sechs Stammspieler ausfallen, können wir das nicht verkraften – das ist Fakt“, behauptet Fitschen. Recht hat er, so würde es vielen anderen Clubs auch gehen – abgesehen davon, dass es kaum möglich ist, eine Elf einzuspielen. Gegen Wolfsburg muss nun auch noch Yannik Malende (Zahn-OP) passen. Die Verletzungen von Tobias Kirschke und Dragan Muharemi reißen ohnehin schon ein zu großes Loch im Mittelfeldzentrum, zuletzt beim 0:5 gegen Eintracht Northeim fehlte mit Kevin Klützke auch noch der unumstrittene Sechser mit einer Grippe. Hinzu gesellten sich der gesetzte Außenverteidiger Mathis Wulff, Herman Puhmann (beide krank) und der aus disziplinarischen Gründen für das Spiel gestrichene Abwehrchef Christoph Drewes – doch das ist ein eigenes Thema.

Ist Christoph Drewes eines? In den letzten Wochen ja: Erst seine Sperre gegen Arminia Hannover, weil er sich wegen einer überflüssigen Handgreiflichkeit in der Nachspielzeit gegen den VfL Osnabrück II Gelb-Rot abholte, nun der Vorfall letzte Woche im Training, als er über die Stränge schlug und Fitschen ihn aus dem Kader verbannte. Dabei schien es bereits so, als wäre der schon früher hitzköpfige, aber sportlich unverzichtbare Abwehrchef ruhiger geworden. Gegen Wolfsburg darf er sich neu bewähren. „Es ist alles ausgeräumt, er ist wieder ganz normal dabei“, sagt Fitschen und bestätigt, dass Drewes auch in der Startelf steht: „Davon kann man ausgehen. Gewisse Leute kannst Du nicht eins zu eins ersetzen.“ Wie Drewes.

Probleme anderer Art bereiten die Stürmer. Ferdi Yilmaz hatte noch im Pokalspiel gegen den TSV Ottersberg mit zwei Toren überragend aufgespielt – in der Liga ist er ohne Erfolgserlebnis und half in Northeim sogar in der Abwehr aus. Der erst verspätet verpflichtete Atilla Iscan ist ebenfalls bemüht, aber noch nicht der Knipser, den der RSV braucht. Gleiches gilt für Aleksandr Friauf. „Das hat nichts mit den Stürmern zu tun. Die brauchen auch die Unterstützung aus dem Mittelfeld“, sagt Fitschen indes.

Zwar besserte der RSV in Person von Dennis Janssen noch einmal in puncto Qualität und Erfahrung nach, doch gelang es nicht, einen erfahrenen Angreifer für den abgewanderten Björn Mickelat zu holen. „Woher nehmen, wenn nicht stehlen?“, fragt Fitschen und betont: „Wir haben uns für den Weg mit jungen Leuten entschieden.“ Denen macht er keinen Vorwurf, Entwicklungsschwankungen seien normal. Alternativen? Würde es wohl in der erfolgreichen Zweiten aus der Bezirksliga geben. Aber ob die dortigen Leistungsträger wirklich wollen? „Der Sprung ist schon enorm“, weiß Fitschen und plant deshalb zunächst weiter mit dem, was er aktuell zur Verfügung hat.

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