Johann Belsch von der RSV-Reserve denkt ans Karriereende / „Richtig bitter“

Sein dritter Kreuzbandriss

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Für Johann Belsch ist Fußball seine Leidenschaft. Daran ist nun aber erstmal nicht zu denken: Der Defensivmann des Rotenburger SV II hat sich zum dritten Mal das Kreuzbandriss gerissen.

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Bis zur letzten Sekunde hatte Johann Belsch gehofft, dass es „nur“ eine Zerrung oder Bänderdehnung ist, doch dann kam die niederschmetternde Diagnose: Vorderer Kreuzband- und Meniskusriss im rechten Knie – mindestens sechs Monate Pause.

Dass der Abwehrspieler des Fußball-Bezirksligisten Rotenburger SV II irgendwann überhaupt noch mal seine Fußballschuhe schnüren kann, ist sehr unwahrscheinlich. Für den 23-Jährigen ist es schließlich bereits der dritte Kreuzband riss.

Es war kurz vor der Halbzeitpause im Spiel beim TSV Dörverden passiert, als Belsch unbedrängt den Ball annahm, sich drehen wollte und mit seinem Fuß im Rasen hängen blieb. „Ich wollte es nicht wahrhaben und habe versucht, aufzutreten. Mein Knie war aber so instabil, dass es nicht ging“, blickt der 23-Jährige auf jene 44. Minute zurück.

Sofort waren die Erinnerungen wieder da: Im Jahr 2007, Belsch war gerade einmal 17 Jahre alt und stand vor seinem Erste-Herren-Debüt unter dem damaligen Coach Hartmut Schwolow, spielte er ein Turnier mit der A-Jugend und riss sich dabei das linke Kreuzband. „Das war eine ähnliche Situation. Auch da war ich im Rasen hängen geblieben“, erzählt der Groß- und Außenhandelskaufmann. Davon ließ sich Belsch jedoch nicht unterkriegen und kämpfte sich wieder zurück. „Ich war wieder richtig fit und hatte keine Probleme mehr“, sagt der Rotenburger, der nach seiner Genesung den Sprung zurück zum damaligen Oberligisten schaffte.

Knapp zwei Jahre später dann der nächste Rückschlag: Erneut lautete die Diagnose Kreuzbandriss. Dieses Mal war das rechte Knie betroffen. „Das weiß ich noch ganz genau. Klaas Rathjen und Jonas Toboll hatten zu diesem Zeitpunkt interimsweise das Training übernommen. Dabei war es dann in den letzten 15 Minuten bei einem Zweikampf mit Tobias Kirschke passiert“, sagt Belsch, der heute zur abschließenden Untersuchung muss, um alle Einzelheiten für die dritte Operation zu besprechen. „Richtig bitter, denn ich weiß genau, was auf mich zukommt. Nun muss ich alles wieder von vorne durchmachen“, zeigt sich der Defensivmann geknickt.

Seine Fußballschuhe will der 23-Jährige nach diesem erneuten Rückschlag gezwungenermaßen an den Nagel hängen. „Fußball ist für mich die größte Leidenschaft. Daher ist es schon extrem traurig, dass ich aufhören muss. Ich bin aber noch sehr jung und muss auch an meine Zukunft denken.“

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