Sebastian Roy blickt selbstkritisch zurück – und Richtung Bezirksoberliga

„Schnell wieder hoch“

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Gute Zeiten, schlechte Zeiten – Sebastian Roy hat sie alle mitgemacht und der BG ’89 stets die Treue gehalten.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Der Fahrstuhl rauscht noch eine Etage tiefer: Nach dem dritten Abstieg innerhalb der vergangenen neun Jahre müssen die Basketballer der BG ’89 Hurricanes nächste Saison in der Bezirksoberliga aussteigen. Sebastian Roy (31) hat die guten wie die schlechten Zeiten miterlebt – damals in der 1. Regionalliga noch als Co-Trainer, später kurzzeitig als Chefcoach, zuletzt als Spieler. Vor dem Abschiedspunktspiel in der Oberliga gegen den TV Georgsmarienhütte (morgen, 18 Uhr, Scheeßel) sprachen wir mit ihm.

Die BG ’89 spielt künftig nur noch in der Bezirksoberliga. Kommt da bei Ihnen ein wenig Wehmut auf, wenn Sie an die erfolgreicheren Zeiten denken, die noch gar nicht so lange zurückliegen?

Sebastian Roy: Es hat sich halt alles verändert seitdem. Die goldene Generation um Sven Sackmann ist längst gegangen, da wurde es ja auch schon in der 2. Regionalliga schwerer. Wir hatten halt in den Jahren nicht mehr die Qualität im Nachwuchs. Und von den Erfahrenen, die wir jetzt noch haben, waren die meisten früher nur Rollenspieler.

Aber was ist diese Saison schief gelaufen, welche Fehler wurden gemacht?

Roy: Wir haben es uns selbst verbaut, aber es gibt nicht nur den einen Grund. Die Spiele, die wir hätten gewinnen müssen und in denen wir auch auf einem guten Weg waren, haben wir alle noch verloren. Wir Alten, die eigentlich die Abgezocktheit hätten haben müssen, haben diese nicht liefern können. Hinzu kam das Verletzungspech, da fluktuierte der Kader zeitweise schon sehr. Der Berg, der sich dann angeschaufelt hat, von dem kommst du kaum wieder runter.

Gleich mehrfach führten Sie zur Halbzeit klar, um die Partien am Ende doch zu verlieren – ein konditionelles Problem?

Roy: Teilweise schon, weil nicht alle regelmäßig trainieren konnten. Dann fehlt eben die Ausdauer und der letzte Schwung, um solche Spiele nach Hause zu bringen.

Und auch das Selbstvertrauen?

Roy: Ja, natürlich. Das kommt dann dazu.

Muss für einen Verein wie die BG ’89 das Ziel jetzt nicht sofortiger Wiederaufstieg heißen?

Roy: Als Verein muss man sagen, dass man so schnell wie möglich wieder hoch will, um den jungen Spielern auch eine Perspektive zu geben. Aber erstmal muss man auch mal gucken, wer spielt mit? Danach sollten wir die Zielausrichtung machen. Es ist aber schon immens wichtig, dass Thomas König als Trainer verlängert hat.

Und was ist mit Ihnen? Machen Sie weiter oder werden Sie auch im Trainerbereich gebraucht?

Roy: Gefragt werde ich immer wieder. Natürlich macht das Trainerdasein Spaß, aber solange ich noch spielen kann, möchte ich es auch.

Und die anderen Routiniers?

Roy: Ich kann es mir bei einigen schon vorstellen. Ich denke, die Mannschaft wird noch jünger und eine verstärkte U18 werden.

Aber ist denn die Bezirksoberliga für die Talente, insbesondere für einen Spieler wie Jonathan Orth, die richtige Liga?

Roy: Ich denke, für die U18 ist die Bezirksoberliga nicht schlecht, auch wenn die jetzigen Leistungsträger natürlich durchaus schon Oberliga spielen können. Bei Jonathan muss man gucken, ob er parallel ein NBBL-Team kriegt, um weiter gefördert zu werden. Man sieht ja, dass derzeit was nachkommt und in der U18 etwas passiert. Wir sollten versuchen, mit ihnen wieder in die Oberliga aufzusteigen – wenn nicht nächstes Jahr, dann eben im Folgejahr.

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