Schwimmer glänzt in der Altersklasse 75

Schöpke mit neuem Europarekord

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Schwimmt allen davon: Günter Schöpke.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Der Rotenburger „Albatros“ Günter Schöpke ist noch lange nicht flügellahm. Das hat der Ausnahmeschwimmer des TuS Rotenburg nun bei den Deutschen Schwimm-Masters auf der Kurzbahn in Freiburg (Breisgau) mal wieder unter Beweis gestellt. Er brachte gleich drei Medaillen und einen neuen Europarekord mit nach Hause.

Damit hatte selbst Günter Schöpke nicht gerechnet: Der Rotenburger Schwimmer hat den alten Europarekord der Altersklasse 75 über die 100 Meter Schmetterling geknackt und damit neue Maßstäbe gesetzt. Er benötigte für die Strecke gerade einmal 1:25,07 Minuten. Damit unterbot er den alten Rekord von Robert Pfersdorf (Pirmasens) aus dem Jahr 2000 exakt um sieben Sekunden! Auch den Zweitplatzierten der diesjährigen Masters ließ Schöpke weit hinter sich. Mit mehr als zehn Sekunden Rückstand schlug Alfred Seeger aus Lindau am Beckenrand an.

Aber damit nicht genug: Auch bei seinem zweiten Start über die 50 Meter Schmetterling bewies der Rotenburger seine herausragende Klasse und siegte in 36,25 Sekunden – und das mit mehr als fünf Sekunden Vorsprung vor dem Zweiten, dem Berliner Manfred Busch. Einen weiteren Erfolg verbuchte der „Nimmersatte“ von der Wümme über die 100 Meter Lagen. In dieser Disziplin lieferte er sich ein spannendes Rennen mit Alfred Seeger, den er bereits zuvor geschlagen hatte. Am Ende siegte Seeger in 1:28,12 Minuten. Schöpke belegte den dritten Platz – nur eine Zehntelsekunde hinter Joachim Schulze aus Berlin.

„Ohne ein hartes Training ist eine solche Leistung in meinem Alter nicht mehr möglich“, erklärt der 75-Jährige und präsentiert stolz seine zwei Goldmedaillen sowie eine Bronze. Der Deutsche Kurzbahnmeister aus der Kreisstadt schwimmt täglich rund 2000 Meter. Hinzu kommen noch Gymnastik- und Krafttraining. Vor den Wettkämpfen forciert er das Training und verlängert die Schwimmstrecke auf bis zu 4000 Meter am Tag. Schließlich sei die Konkurrenz groß, so der Schwimm-Champion. „Für den neuen Europarekord habe ich die 1500 Kilometer lange Hin- und Rückfahrt mit dem eigenen Auto gerne in Kauf genommen. Die Strapazen des Trainings haben sich gelohnt“, erklärt er glücklich.

Bei den Kurzbahn-Masters notierten die Ausrichter vom Schwimmsportverein Freiburg 3395 Meldungen von 272 Vereinen. In den Altersklassen 20 bis 95 Jahren kämpften die Athleten um die Medaillen.

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