Westerholz‘ Stürmer Björn Banehr über das Saisonfinale, die Rettungschancen und die eigenen Nerven

„Schwierig, alles auszublenden“

Wo geht es für den TuS Westerholz hin? Björn Banehr (l., mit Jendrik Hädecke) ist sich vor dem letzten Spieltag nicht sicher. - Foto: Freese
+
Wo geht es für den TuS Westerholz hin? Björn Banehr (l., mit Jendrik Hädecke) ist sich vor dem letzten Spieltag nicht sicher.

Westerholz - Von Vincent Wuttke. Auf dem Sportplatz des TuS Westerholz wird heute sicher nicht nur auf den Platz geschaut. Zwischendurch werden die Blicke der Verantwortlichen beim Heimspiel gegen die SG Unterstedt auch aufs Handy gerichtet werden. Ohne Mithilfe des TSV Bülstedt/Vorwerk gegen den TSV Karlshöfen und des FC Alfstedt/Ebersdorf gegen den FC Ostereistedt/Rhade kann Westerholz die Rettung in der Fußball-Kreisliga nicht mehr schaffen. Der 28-jährige Angreifer Björn Banehr glaubt aber trotzdem fest daran, dass der Abstieg verhindert wird. „Ich habe ein gutes Gefühl“, so der Werkstattleiter.

Herr Banehr, Sie brauchen unbedingt Hilfe vom TSV Bülstedt/Vorwerk und dem FC Alfstedt/Ebersdorf. Gab es schon Kontakt zu den Teams?

Björn Banehr: Nein. Es bringt uns auch nichts, nur auf die anderen zu schauen. Wir müssen ohnehin erst mal selbst etwas reißen. Ich bin aber natürlich trotzdem sehr gespannt, was die beiden Teams machen. Für beide geht es ja um nichts mehr.

Es sind die Rettung, das Erreichen der Relegation und der Abstieg möglich. Klingt so, als dürfte es vor allem auf die Nerven ankommen.

Banehr: Es ist sicherlich schwierig, alles nebenbei auszublenden. Natürlich werden wir aber über die anderen Ergebnisse informiert sein. Unser Trainer hat das clever gemacht und die Lage im Training zuletzt gar nicht groß thematisiert. Wir wissen natürlich alle, worum es geht und auch, dass wir selbst an der Lage schuld sind.

Auf welchem Rang wird der TuS Westerholz morgen Abend stehen?

Banehr: Der Relegationsplatz wäre gut. Beide Konkurrenten zu überholen, wäre zwar das Optimum, aber das glaube ich noch nicht.

Wieso ist es denn so weit gekommen, dass innerhalb von zwei Jahren aus einem Spitzenteam ein Abstiegskandidat wurde?

Banehr: Erst mal hatten wir in einigen Spielen die Chancen, statt einem, drei Punkte zu holen. Man schaue nur auf die Partie gegen Bülstedt neulich. Da machen wir in der Nachspielzeit das 3:2 und bekommen dann noch das 3:3. Davon gibt es noch mehr Beispiele. Außerdem ist die Trainingsbeteiligung ein Thema. Wir sind konditionell nicht so gut wie in den letzten Jahren. Kondition ist gleich Konzentration. Wir haben viel Talent in der Mannschaft. Aber das reicht nicht, denn andere Teams arbeiten hart.

Seitdem Matthias Klindworth als Coach übernommen hat, stimmen oft die Leistungen wieder.

Banehr: Na klar hat er – wie bei jedem Trainerwechsel – frischen Wind reingebracht und weiß uns zu motivieren.

Würde das Team beim Abstieg zusammenbleiben?

Banehr: Die lose Anfrage kam natürlich. Es haben sich zwei, drei Leute enthalten. Ich auch, aber das hängt eher mit meiner beruflichen Belastung zusammen. Obwohl man sich immer wieder überlegt, es noch mal höher bei einem anderen Verein zu versuchen.

Banehrs Tipps

Bremervörder SC - Rotenb. SV II 2:0

TuS Tarmstedt - Heeslinger SC II 2:1

TSV Gr. Meckelsen - RW Scheeßel 3:0

TSV Bülstedt/V. - TSV Karlshöfen 1:1

FC Ostereistedt/R. - FC Alfstedt/E. 2:1

TuS Westerholz - SG Unterstedt 2:0

TV Stemmen - TV Sottrum 2:2

MTSV Selsingen - TSV Gnarrenb. 3:0

Dogan Örper (SG Unterstedt) tippte in der vergangenen Woche von den vier Spielen keines richtig.

Die Ausgangslage

Der TuS Westerholz schafft den Klassenerhalt, wenn...

• er die SG Unterstedt schlägt sowie der TSV Karlshöfen beim TSV Bülstedt/Vorwerk und der FC Ostereistedt zu Hause gegen den FC Alfstedt/Ebersdorf nicht siegen.

• die eigene Partie mit einem Remis endet, aber Ostereistedt/Rhade und Karlshöfen (mit mindestens zwei Toren) verlieren.

Es geht für den TuS Westerholz in die Relegation, wenn...

• er Remis spielt, Karlshöfen mit zwei Toren unterliegt und Ostereistedt/Rhade keinen Punkt holt.

• er gewinnt und ein direkter Konkurrent nicht.

• es gegen Unterstedt eine Niederlage gibt, aber Ostereistedt/Rhade mit mindestens drei Toren höher als Westerholz verliert.

Es geht runter, wenn...

• die beiden Mitstreiter genau so viele oder mehr Zähler einfahren wie Westerholz.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Antifa-Demo gegen rechte Gewalt zieht durch Syke

Antifa-Demo gegen rechte Gewalt zieht durch Syke

Blutiger Dornfelder: ein Krimi-Rotwein-Paket zum Genießen

Blutiger Dornfelder: ein Krimi-Rotwein-Paket zum Genießen

Trauerfeier für Prinz Philip am kommenden Samstag

Trauerfeier für Prinz Philip am kommenden Samstag

Große Anteilnahme am Tod Prinz Philips

Große Anteilnahme am Tod Prinz Philips

Meistgelesene Artikel

Regionalliga-Aufstieg: Plant auch der Heeslinger SC den rechtlichen Weg?

Regionalliga-Aufstieg: Plant auch der Heeslinger SC den rechtlichen Weg?

Regionalliga-Aufstieg: Plant auch der Heeslinger SC den rechtlichen Weg?
„Kuscheln könnt ihr nachher“ ‒ Erinnerungen an Kult-Referee Uwe Zahler

„Kuscheln könnt ihr nachher“ ‒ Erinnerungen an Kult-Referee Uwe Zahler

„Kuscheln könnt ihr nachher“ ‒ Erinnerungen an Kult-Referee Uwe Zahler
Handballerin aus Scheeßel will mit Regensburg in die 2. Liga aufsteigen

Handballerin aus Scheeßel will mit Regensburg in die 2. Liga aufsteigen

Handballerin aus Scheeßel will mit Regensburg in die 2. Liga aufsteigen
TV Sottrum, SV Anderlingen und FC Walsede spüren den Phantomschmerz

TV Sottrum, SV Anderlingen und FC Walsede spüren den Phantomschmerz

TV Sottrum, SV Anderlingen und FC Walsede spüren den Phantomschmerz

Kommentare