TuS Rotenburg bezwingt Schwanewede 30:28

Schwer erkämpfter Sieg bei Brandt-Comeback

Michel Misere (r.) zerrt am Trikot von Niklas Mechau, der den Ball in der linken Hand hält.
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Der TuS Rotenburg war über weite Phasen des Spiels griffig – wie hier Michel Misere (r.) gegen Niklas Mechau.

Rotenburgs Handballer zitterten sich nicht nur zum Sieg gegen Schwanewede. Zwischenzeitlich bangte die Muche-Sieben auch um Mitspieler Kilian Behrens.

Rotenburg – Eine Minute und zwanzig Sekunden waren noch zu spielen. Yannick Kelm hielt den Ball von Marco Wilhelms, dem mit zwölf Toren treffsichersten Spieler der HSG Schwanewede/Neuenkirchen. Mit Ausnahme der Gästefans sprangen die rund 200 Zuschauer in der Pestalozzihalle auf, um die Oberliga-Handballer des TuS Rotenburg die verbleibende Spielzeit mit Standing Ovations zu unterstützen. Dies kam sofort auf der Platte an, sodass zunächst Sören Heyber und dann Lukas Misere die Treffer 29 und 30 besorgten. Letztlich gewannen die Wümmestädter beim Comeback des, wie er selbst sagte, „bisschen nervösen“ Chris-Ole Brandt mit 30:28 (13:11).

„Sicherlich war es an der einen oder anderen Stelle noch etwas unrund, aber zum Wiederreinkommen war es gut“, meinte der Rückraumspieler. Bei den Sprungwürfen habe er zudem gemerkt, dass er „im Kopf noch nicht ganz angekommen“ war. Er stand schließlich auch direkt unter Druck, erklärte Trainer Nils Muche: „Ich wollte gleich viel von ihm. Da war es noch etwas unrund. Aber er wird uns auf jeden Fall weiterhelfen.“ Am Ende kam Brandt auf insgesamt 20 Minuten Spielzeit, in denen er bei seinen drei Chancen kein Tor beisteuerte.

Wie die Mitspieler auch, warf der 21-Jährige entweder neben das Tor oder fand seinen Meister in Jan Claas Tholen. Schwanewedes Stammkeeper spielte besonders in den ersten 22 Minuten groß auf. Lediglich fünf Tore gelangen den Gastgebern. „Wir haben ihn ein bisschen zum Helden geschossen und haben viele Chancen ausgelassen, da wir nicht so gut geworfen haben“, bemerkte Muche, der sich aber auch selbst in die Kritik nahm: „Ich war ein bisschen angefixt und habe die Jungs mit meinem lauten Schreien verunsichert.“

Der Coach sah jedoch gegen Ende der ersten Hälfte ein wiedererstarktes Team, das den 5:9-Rückstand noch in eine 13:11-Pausenführung drehte. „Wir haben uns zweimal gut zurückgekämpft. Wir dürfen uns aber auch nicht in die Lage bringen“, gestand Brandt.

Zwischenzeitlich bangte er nicht nur aufgrund des Spielstandes, sondern auch, weil Teamkollege Kilian Behrens nach einer Aktion am Kreis verletzt in der Kabine verschwand (11.). „Es war nur eine kleine Platzwunde“, klärte Behrens nach Spielende auf. Es dauerte zudem nicht lange, bis er wieder auf dem Feld stand und in der Folge noch viermal in das gegnerische Tor traf. Häufiger netzten nur Heyber (5) und Lukas Misere (13).

Die Treffsicherheit des Linksaußen war auch maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich der TuS Rotenburg in einem engen Spiel am Ende durchsetzte. „Das war schwer erkämpft“, wusste Muche, der seiner Mannschaft daher „ein großes Kompliment“ aussprach. Auch Brandt meinte im Bezug auf das Aufbäumen in den Schlussphasen beider Halbzeiten: „Wir haben die Coolness am Ende verwertet.“

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